Julian Brandts Abschied aus Dortmund: Warum die Premier League zögert
Anna SchmitzJulian Brandts Abschied aus Dortmund: Warum die Premier League zögert
Julian Brandt wird Borussia Dortmund in diesem Sommer nach einer durchwachsenen Zeit beim Verein verlassen. Der 28-jährige Mittelfeldspieler konnte sein hohes Gehalt nicht rechtfertigen, was den Bundesligisten dazu veranlasst, einen Neuanfang zu suchen. Zwar wurde die Premier League als möglicher nächster Karriere-Schritt gehandelt, doch das Interesse englischer Klubs hält sich in Grenzen.
In den vergangenen drei Jahren hatte Brandt bereits das Interesse mehrerer Premier-League-Teams geweckt. Manchester United unterbreitete im Sommer 2024 ein offizielles Angebot über 50 Millionen Euro, das Dortmund jedoch ablehnte. Tottenham Hotspur führte im Januar 2025 fortgeschrittene Gespräche, reichte aber nie ein verbindliches Angebot ein. West Ham United zeigte 2023 frühes Interesse, doch die Kontakte blieben auf informelle Anfragen beschränkt.
Trotz dieser Verbindungen bestehen weiterhin Zweifel, ob Brandt für den englischen Fußball geeignet ist. Seine unbeständigen Leistungen bei Dortmund werfen Fragen auf, ob er sein angebliches Jahresgehalt von 8 Millionen Euro wirklich verdient. Sein Alter und die fehlende Premier-League-Erfahrung erschweren zudem seine Chancen auf einen Wechsel. Auch der Fußballjournalist Andy Brassell äußerte Skepsis, ob Brandt in England Fuß fassen könnte.
Dortmund hingegen scheint mit der Trennung einverstanden. Der Verein distanziert sich zunehmend von seinem Ruf als "Geldautomat" für Topverdiener. Die Abgabe Brandts und seines hohen Gehalts passt in die Strategie einer nachhaltigeren Finanzpolitik.
Brandts Abgang markiert das Ende einer schwierigen Phase in Dortmund. Da bisher keine konkreten Angebote vorliegen, bleibt sein nächstes Ziel ungewiss. Die Entscheidung des Vereins, sich von ihm zu trennen, ist sowohl sportlich als auch finanziell begründet und Teil des Umbaus der Mannschaft.