Inga Humpe wird 70: Vom Punk zum Techno-Ikone Berlins
Inga Humpe, eine prägende Figur der deutschen Musikszene, feiert heute ihren 70. Geburtstag. Geboren und aufgewachsen im Ruhrgebiet, wurde sie in den 1980er-Jahren zunächst an der Seite ihrer Schwester Annette bekannt, bevor sie die elektronische und Popmusik in Berlin mitgestaltete.
Humpes musikalischer Werdegang begann Mitte der 1970er-Jahre, als sie nach West-Berlin zog. Dort stieg sie bei der Punkband Neonbabies ein und machte ihre ersten Schritte in der Branche. 1983 gründete sie gemeinsam mit ihrer Schwester Annette die Formation Deutsch-Österreichisches Feingefühl (DÖF), deren Song Codo … düse im Sauseschritt zum Hit avancierte.
Nur ein Jahr später starteten die Geschwister das Projekt Humpe & Humpe und festigten damit ihren Platz im deutschen Pop. Im Jahr 2000 schloss sich Inga Humpe mit Tommi Eckart zusammen und gründete die Band 2raumwohnung, die vor allem durch ihren Chartstürmer 36 Grad bekannt wurde. Doch Humpe engagiert sich nicht nur musikalisch – seit Langem ist sie auch ein fester Bestandteil der Berliner Techno-Szene. Regelmäßig tanzt sie im Berghain, das für sie einen Ort tiefer persönlicher Bedeutung darstellt. Die Energie des Clubs und der Rhythmus der Techno-Musik dienen ihr als Flucht und Therapie zugleich.
Mit 70 zeigt sich Humpe ungebrochen von ihrem Alter. Sie blickt zu Ikonen wie Cher, Jane Fonda oder Mick Jagger auf, die ihr als Vorbild dienen, und lebt ihr Leben weiterhin mit derselben kreativen Leidenschaft.
Von den Punk-Anfängen bis zum elektronischen Erfolg umfasst Humpes Karriere fast fünf Jahrzehnte. Ihr Einfluss erstreckt sich über Genres hinweg, während ihre Liebe zum Techno und zum Berliner Nachtleben sie fest mit dem Puls der Stadt verbindet. Heute feiert sie einen Meilenstein – ohne Anzeichen, langsamer zu werden.