Inflation in Deutschland sinkt weiter – doch Stabilität bleibt fragil
Anna SchmitzAlltagsleben ist nur leicht teurer - Inflation in Deutschland sinkt weiter – doch Stabilität bleibt fragil
In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Inflationsrate in Deutschland stark verändert. Nach einem Höchststand im Jahr 2022 hat sich das Tempo der Preiserhöhungen kontinuierlich verlangsamt. Bis 2024 sank die Rate auf 2,2 Prozent, und für die kommenden Jahre werden weitere Rückgänge erwartet.
Die Lebenshaltungskosten stiegen 2022 stark an und erreichten 7,1 Prozent, da der Ukraine-Krieg die Energie- und Nahrungsmittelpreise in die Höhe trieb. Im folgenden Jahr blieb die Inflation mit 5,6 Prozent weiterhin hoch.
Bis 2024 verlangsamte sich die Teuerung deutlich auf 2,2 Prozent. Dieser Trend setzte sich bis Ende 2025 fort: In Nordrhein-Westfalen lag die Rate im Dezember bei 1,8 Prozent. Für das gesamte Jahr 2025 wird im Bundesdurchschnitt ein Wert von 2 Prozent prognostiziert. Für 2026 erwartet die Deutsche Bundesbank einen leichten Rückgang der Inflation auf 2,2 Prozent, nach 2,3 Prozent im Vorjahr. Andere Institutionen, darunter die EZB und Trading Economics, sagen Werte zwischen 1,9 und 2 Prozent voraus. Diese Prognosen spiegeln eine verlangsamte Abnahme wider, bedingt durch Lohnwachstum und Energiepreise, die die Inflation nahe am 2-Prozent-Ziel der EZB halten.
Die jüngsten Vorhersagen deuten darauf hin, dass die Inflation in den nächsten beiden Jahren in der Nähe des EZB-Ziels bleiben wird. Nach Jahren der Schwankungen scheint sich das Preiswachstum nun zu stabilisieren. Die Bundesbank und andere Gremien rechnen in der kommenden Phase nur noch mit moderaten Veränderungen.