IHK kritisiert Bürokratie und marode Infrastruktur bei Landtagstreffen
Mila WalterIHK kritisiert Bürokratie und marode Infrastruktur bei Landtagstreffen
Die Bergische Industrie- und Handelskammer (IHK) hat kürzlich mit lokalen Abgeordneten des Landtages Gespräche geführt. Themen waren unter anderem steigende bürokratische Anforderungen, die Verkehrsinfrastruktur und die Energiepolitik. Vertreter der Wirtschaft betonten die Dringlichkeit verlässlicher Lösungen, um die regionale Wirtschaft zu stärken.
Im Rahmen des Austauschs wies IHK-Präsident Henner Pasch darauf hin, dass Unternehmen zunehmend mehr Zeit und Geld aufwenden müssen, um neue regulatorische Vorgaben zu erfüllen. Zudem kritisierte er die langsamen Reaktionen der Behörden und machte übermäßige Bürokratie für Verzögerungen bei dringend benötigten Maßnahmen verantwortlich.
Ein weiteres zentrales Thema war der Zustand der Verkehrsinfrastruktur, deren Verschlechterung und die zögerliche Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen. Auch die Energiepolitik stand im Fokus, da sowohl Unternehmen als auch Bürger auf stabile und bezahlbare Energieversorgung angewiesen sind.
Ursprünglich hatten Vertreter der CDU ihre Teilnahme zugesagt, sagten jedoch kurzfristig ab. Wirtschaftsführer zeigten sich verärgert, dass Abgeordnete von SPD und Grünen aus politischen Gründen nicht teilnahmen. Marcel Hafke (FDP) und Dr. Hartmut Beucker (AfD) unterstützten zwar die Position der Wirtschaft, wiesen aber darauf hin, dass viele Probleme auf Bundes- oder EU-Ebene gelöst werden müssten.
Pasch bestätigte im Nachgang, dass die Vollversammlung der IHK mit großer Mehrheit für die Aufrechterhaltung des Dialogs mit allen gewählten Vertretern gestimmt habe. Zudem kündigte die Kammer an, im Vorfeld der Europawahl 2024 eine Podiumsdiskussion zu veranstalten.
Das Treffen unterstrich die Herausforderungen, vor denen die regionale Wirtschaft aufgrund von Bürokratie und Infrastrukturproblemen steht. Die Unternehmen fordern weiterhin schnellere Reaktionen vonseiten der Behörden. Die IHK bleibt entschlossen, mit Politikern aller Parteien im Gespräch zu bleiben.






