07 May 2026, 16:18

Henkel drohen 500 Millionen Euro Mehrkosten – Preiserhöhungen für Verbraucher möglich

Balkendiagramm, das den Verbraucherpreisindex von Oktober 2020 bis Oktober 2021 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Henkel drohen 500 Millionen Euro Mehrkosten – Preiserhöhungen für Verbraucher möglich

Henkel kämpft mit steigenden Materialkosten, die das Unternehmen mit zusätzlichen Ausgaben von 400 bis 500 Millionen Euro belasten. Zwar hat der Konzern im Industriegeschäft bereits Preiserhöhungen durchgesetzt, bei Verbraucherprodukten zeigt er sich jedoch zurückhaltend, die höheren Kosten weiterzugeben.

Vorstandschef Carsten Knobel warnt, dass bei anhaltendem Kostendruck bis 2026 weitere Preisanpassungen nötig werden könnten. Die Materialausgaben des Unternehmens sind bereits im hohen einstelligen Prozentbereich gestiegen. Um gegenzusteuern, verhandelt Henkel Lieferantenverträge neu und passt – wo möglich – die Marktpreise an.

Im Industriebereich, etwa bei Klebstoffen, sind die Preiserhöhungen bereits wirksam. Deutlich schwieriger gestaltet sich die Lage jedoch im Konsumentengeschäft. Angesichts der finanziellen Belastung vieler Haushalte setzt Henkel hier auf gezielte Preisanpassungen, die vor allem mit neuen Produktinnovationen verknüpft werden.

Eine vollständige Weitergabe der Kosten an Verbraucher ab 2026 schließt Knobel nicht aus, falls der Preisdruck anhält. Gleichzeitig räumt er ein, dass die weitere Marktentwicklung nur schwer vorhersehbar sei – das Unternehmen müsse flexibel auf die Rahmenbedingungen reagieren.

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Henkel setzt derzeit auf selektive Preisanpassungen und Verhandlungen mit Zulieferern. Sollten die Kosten weiter steigen, könnten auch die Verbraucherpreise 2026 betroffen sein. Bis dahin beobachtet der Konzern die Marktlage genau, bevor weitere Entscheidungen fallen.

Quelle