06 February 2026, 22:21

Gil Ofarim bricht sein Schweigen zum Davidstern-Skandal – doch die Zweifel bleiben

David Letterman, gekleidet in Anzug und Krawatte, steht vor einer Menschenmenge, beleuchtet von Scheinwerfern und umgeben von einer Wand, wahrscheinlich bei der Premiere seines bevorstehenden Films.

Gil Ofarim Behauptet: Video ist eine Fälschung - Gil Ofarim bricht sein Schweigen zum Davidstern-Skandal – doch die Zweifel bleiben

Gil Ofarim hat sich in einem jüngsten Lagerfeuer-Gespräch bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! erstmals offen über den Davidstern-Skandal von 2021 geäußert. Der Sänger hatte zuvor einem Hotelmitarbeiter in Leipzig Antisemitismus vorgeworfen und behauptet, dieser habe ihn aufgefordert, seine Halskette zu verstecken. Doch 2023 gab Ofarim vor Gericht zu, dass seine Schilderung falsch war, und zahlte 10.000 Euro als Schadensersatz.

Der Streit begann 2021, als Ofarim einem Hotelangestellten vorwarf, antisemitische Bemerkungen über seine Davidstern-Halskette gemacht zu haben. Er bestand darauf, es gebe einen Zeugen, der ihn mit dem Schmuckstück gesehen habe, und argumentierte später, die Überwachungsaufnahmen des Hotels seien manipuliert worden. Ofarim behauptete, entscheidende Sekunden fehlten und das im Umlauf befindliche Video sei nicht das Original.

Die Hotelaufnahmen zeigten jedoch keine Spur der Kette. Ofarims Anwalt bestätigte später eine vertragliche Vertraulichkeitsvereinbarung zwischen den Parteien, doch die Rechtsvertretung des Mitarbeiters widersprach dem und erklärte, es habe lediglich eine Unterlassungserklärung gegeben.

2023 gestand Ofarim vor Gericht, die Vorwürfe erfunden zu haben, und einigte sich auf eine Zahlung von 10.000 Euro. Das Geld wurde aufgeteilt: 5.000 Euro gingen an die Leipziger Jüdische Gemeinde, die ihren Anteil für interreligiöse Projekte einsetzen wollte. Der Rest floss an den Trägerverein Haus der Wannsee-Konferenz, ohne dass konkrete Verwendungspläne bekannt gegeben wurden.

In seinem jüngsten TV-Auftritt berief sich Ofarim auf die Vertraulichkeitsklausel, als er nach weiteren Details gefragt wurde. Er beharrte darauf, die Aufnahmen seien manipuliert worden, legte jedoch keine neuen Beweise für seine Behauptungen vor.

Der Fall endete offiziell mit Ofarims Geständnis und der finanziellen Einigung. Die Leipziger Jüdische Gemeinde beschloss, ihren Anteil der Entschädigung in interreligiöse Initiativen zu investieren. Die Videoaufnahmen des Hotels und die rechtlichen Stellungnahmen widersprechen indes weiterhin Ofarims ursprünglichen Vorwürfen.