Fronhof-Umbau auf Eis: Bürgerinitiativen fordern Masterplan für die Innenstadt
Anna KrauseFronhof-Umbau auf Eis: Bürgerinitiativen fordern Masterplan für die Innenstadt
Die Pläne zur Neugestaltung des Fronhof-Platzes in der Innenstadt stoßen auf Kritik des Wählerbündnisses SG zukunft. Die Gruppe argumentiert, dass größere Veränderungen erst dann angegangen werden sollten, wenn eine umfassende Strategie zur Belebung der Innenstadt vorliegt. Ihre Bedenken gelten vor allem dem Fehlen eines klaren, langfristigen Konzepts vor einem weiteren Vorgehen.
Die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hatte kürzlich einen Entwurf für die Umgestaltung des Fronhof-Platzes vorgelegt. SG zukunft hinterfragt jedoch den Zeitpunkt und die Herangehensweise des Projekts. Ihrer Ansicht nach fehlt dem Vorschlag eine solide strategische Grundlage, was zu unkoordinierten Veränderungen führen könnte.
Grundsätzlich lehnt SG zukunft Arbeiten am Fronhof nicht ab. Notwendige bauliche Sanierungen, die seit Jahren aufgeschoben wurden, werden von der Gruppe unterstützt. Allerdings bestehen sie darauf, dass weitere gestalterische Eingriffe ausgesetzt werden, bis der neu eingerichtete Innenstadtstab – die städtische Taskforce für die Innenstadtentwicklung – seine Arbeit aufnimmt.
Auch die Bürgerinitiative Fronhof-Platz, eine weitere lokale Interessensvertretung, teilt diese Position. Sie fordert, dass zunächst ein übergreifendes Masterplan-Konzept für die Innenstadt erarbeitet werden muss, bevor konkrete Umgestaltungsmaßnahmen umgesetzt werden. Ohne Transparenz und abgestimmte Planung befürchten sie, dass Stückwerk-Lösungen die Zukunft des Gebiets gefährden könnten.
Vorerst bleibt die Neugestaltung des Fronhof-Platzes damit in der Schwebe. Sowohl SG zukunft als auch die Bürgerinitiative Fronhof-Platz fordern einen Stopp der Pläne, bis der Innenstadtstab eine klare, stadtweite Strategie vorlegt. Bis dahin dürften vor allem dringende Instandsetzungsarbeiten vorangetrieben werden.