Festung Königstein kämpft mit sinkenden Besucherzahlen – doch 2025 soll alles anders werden
Maximilian MaierBurg Koenigstein lockt mit Kanonenfeuer und Märchenfesten - Festung Königstein kämpft mit sinkenden Besucherzahlen – doch 2025 soll alles anders werden
Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz verzeichnete 2024 weniger Besucher
Die Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz musste im Jahr 2024 einen Rückgang der Besucherzahlen um 5,8 Prozent hinnehmen. Dennoch bleibt die historische Stätte ein beliebtes Ausflugsziel – allein im vergangenen Jahr lockte sie über 426.000 Menschen an. Für 2025 sind neue Veranstaltungen sowie die Eröffnung einer restaurierten Museumsausstellung geplant.
Die auf 9,5 Hektar angelegte Freilichtanlage blickt auf eine lange Geschichte als kulturelles Wahrzeichen und Drehort zurück. Seit 1955 diente die Festung in den letzten fünf Jahren als Kulisse für mindestens fünf große Produktionen, darunter die Netflix-Serie Die Kaiserin (2022), die vierte Staffel von Babylon Berlin (2022) sowie die Miniserie 1893 – Die Krone des Kaisers (2024). Auch Dokumentationen und kleinere Projekte nutzten das Gelände als Hintergrund.
Der Rückgang im vergangenen Jahr war unter anderem auf schlechtes Wetter im Juli, die Sperrung der Brücke in Bad Schandau sowie anhaltende Bauarbeiten an der B 172 zurückzuführen. Der Weihnachtsmarkt verzeichnete hingegen einen Besucherstrom von etwa 54.700 Menschen – ein deutlicher Anstieg. Der Anteil internationaler Gäste stieg auf 37 Prozent (2023: 33 Prozent).
Seit 1991 hat der Freistaat Sachsen rund 80 Millionen Euro in die Festung investiert. Weitere 7 Millionen Euro sind bis 2027 für Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen vorgesehen. 2025 können Besucher die neu restaurierten Räumlichkeiten eines ehemaligen Bader-Chirurgen erkunden, die als Ausstellung eröffnet werden. Das Jahresprogramm umfasst zudem Veranstaltungen wie das Königsteiner Frühlingserwachen (21. März bis 19. April), Militärisches Leben (18. April) und Kanonendonner (29. August).
Die Festung Königstein vereint weiterhin ihre Rolle als historisches Denkmal, Touristenmagnet und Filmkulisse. Mit neuen Fördermitteln, restaurierten Ausstellungen und einem vollen Veranstaltungskalender will man 2025 wieder mehr Besucher anziehen. Die Mischung aus Geschichte, Kultur und Unterhaltung festigt ihren Platz als einer der wichtigsten Anziehungspunkte Sachsens.