Extremwetter zwingt Schulen in NRW, Niedersachsen und Bremen zur Schließung
Anna SchmitzExtremwetter zwingt Schulen in NRW, Niedersachsen und Bremen zur Schließung
Schulen in mehreren Bundesländern bleiben wegen extremer Winterbedingungen am Montag geschlossen
Schulen in mehreren deutschen Bundesländern bleiben am Montag aufgrund heftiger Winterwetterlagen geschlossen. Die Behörden in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen kündigten die Maßnahme nach Warnungen vor Glatteis durch gefrierenden Regen an. Die Entscheidung folgt einer bundesweiten Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes vom 11. Januar 2026.
Die Schließungen wurden bereits am Sonntag beschlossen, um Familien und Lehrkräften ausreichend Zeit für die Vorbereitung zu geben. Als Hauptgrund nannten die Verantwortlichen die gefährlichen Verkehrsbedingungen für Schülerinnen, Schüler und das Personal. Eine finale Wetterwarnung wurde zwar erst für den späten Sonntagabend erwartet, doch erste Prognosen veranlassten die Behörden zu schnellem Handeln.
Nordrhein-Westfalen setzte stattdessen auf Distanzunterricht. Allerdings gibt es Bedenken, dass nicht alle Schülerinnen und Schüler über einen stabilen Internetzugang, ruhige Lernumgebungen oder elterliche Unterstützung verfügen. Kritiker monieren, dass digitale Lernsysteme nicht immer effektiv seien und Lehrkräfte Schwierigkeiten hätten, kurzfristig ihren Unterricht umzustellen. Einige stellen infrage, ob die Schulschließungen überhaupt notwendig waren. Viele Kinder hätten nur kurze Schulwege, und glatte Straßen ließen sich durch zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen bewältigen. Zudem könnten Eltern mit Mobiltelefonen im Notfall helfen. Andere wiesen darauf hin, dass Winterwetter jährlich auftrete und den Unterricht nicht unterbrechen dürfe.
Befürworter der Schließungen argumentieren hingegen, dass sie verhindern, dass Schülerinnen und Schüler aufgrund sozialer Ungleichheit benachteiligt werden. Ein "Schneetag" sorge dafür, dass alle Kinder unter denselben Bedingungen bleiben, statt dass einige den Stoff verpassen, weil ihre Familien glatte Straßen nicht sicher bewältigen können.
Die Schließungen betreffen Tausende Familien und zwingen berufstätige Eltern, kurzfristig für Kinderbetreuung zu sorgen. Die betroffenen Schulen setzen nun auf Distanzunterricht – dessen Erfolg jedoch von der technischen Ausstattung und der Unterstützung zu Hause abhängt. Weitere Updates könnten folgen, je nach Entwicklung der Wetterlage.