Evangelischer Kirchenkreis Solingen plant radikale Umstrukturierung bis 2030
Maximilian MaierEvangelischer Kirchenkreis Solingen plant radikale Umstrukturierung bis 2030
Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen tritt am 10. und 11. November zu ihrer Herbsttagung zusammen. Die Sitzungen finden in der Evangelischen Stadtkirche (Stadtkirche Mitte) statt. Die Veranstaltung beginnt am Freitag um 18:00 Uhr mit einem Gottesdienst, der von Dr. Holger Ueberholz, einem Prädikanten aus Gräfrath, geleitet wird.
In den vergangenen 18 Monaten haben von der Synode eingesetzte Arbeitsgruppen drei strategische Personalplanungskonzepte erarbeitet. Diese konzentrieren sich auf Kirchenmusik, Kinder- und Jugendarbeit sowie seelsorgerische Dienste. Die Synode legte Wert auf Transparenz und eine enge Einbindung ihrer Mitglieder sowie der Gemeinden bei der Ausgestaltung dieser Pläne.
Die Vorschläge sehen vor, den Kirchenkreis Solingen in drei regionale Cluster aufzugliedern. Die Gemeinden innerhalb jedes Clusters sollen künftig enger zusammenarbeiten als bisher. Mitarbeiter in der Kirchenmusik und Jugendarbeit werden nicht mehr einzelnen Gemeinden zugeordnet, sondern regional oder kreisweit tätig sein.
Jede der zehn Gemeinden im Kirchenkreis behält mindestens eine eigene Pfarrstelle. Diese Pfarrerinnen und Pfarrer bleiben für Taufen, Trauungen, Beerdigungen und seelsorgerische Gespräche verfügbar. Zudem wird die Synode über einen Antrag beraten, der dem Diakonischen Werk mehr Eigenständigkeit unter der Aufsicht des Kirchenkreises einräumen soll.
Die Evangelische Kirche in Solingen steht bis 2030 vor tiefgreifenden Veränderungen. Mit sinkenden Mitgliederzahlen wird nur noch mit zwölf Pfarrstellen und etwa zwei Dritteln der aktuellen finanziellen Mittel gerechnet. Die neue regionale Struktur und die geteilten Personalressourcen sollen helfen, diese Herausforderungen zu bewältigen.
