16 January 2026, 09:33

Evangelische Kirche kämpft mit Finanzkrise und Mitgliederschwund bis 2030

Ein altes Buchblatt mit einer Zeichnung eines Hauses, umgeben von Bäumen, einem Zaun und einem Himmel, mit der Inschrift "Deutschland, 1797-1807 - die Kirche St. Josephs".

Landessynode diskutiert Millionen-Euro-Sparen bis 2030 - Evangelische Kirche kämpft mit Finanzkrise und Mitgliederschwund bis 2030

Die Evangelische Kirche im Rheinland steht vor großen finanziellen Herausforderungen, die auf der Landessynode in Bonn angegangen werden sollen. Bei einem jährlichen Mitgliederschwund von etwa 70.000 Menschen streben die Verantwortlichen an, die Ausgaben bis 2030 um mindestens 33 Millionen Euro zu senken. Während der fünftägigen Sitzung geht es darum, die Zukunft der Kirche zu sichern und gleichzeitig die Abhängigkeit von Kirchensteuern zu verringern.

Die Synode beginnt am Freitag um 15:00 Uhr mit der Vorstellung des Jahresberichts durch Präses Thorsten Latzel. Zu der Versammlung kommen 184 Mitglieder des kirchlichen Parlaments zusammen, um über zentrale Entscheidungen zu beraten und abzustimmen.

Ein Entwurf für eine Finanzstrategie wird diskutiert, der Wege aufzeigt, wie der Haushalt trotz sinkender Mitgliederzahlen ausgeglichen werden kann. Die Kirche hofft, ihre regionale Präsenz trotz rückläufiger Beiträge aufrechterhalten zu können. Im Mittelpunkt der Debatten stehen langfristige Einsparungen sowie die Anpassung an eine kleinere, aber weiterhin aktive Gemeinde.

Falls der neue Finanzplan angenommen wird, soll er die Kirche durch das nächste Jahrzehnt führen. Ziel ist es, die Finanzen zu stabilisieren und gleichzeitig die Angebote sowie die Außenarbeit aufrechtzuerhalten. Das Ergebnis der Abstimmung wird zeigen, wie die Kirche auf die veränderten Rahmenbedingungen reagiert.