Elliptische Markierungen auf 1.200 Kilometern Straßen sollen Motorradfahrer schützen
Anna SchmitzElliptische Markierungen auf 1.200 Kilometern Straßen sollen Motorradfahrer schützen
Deutschland hat den Einsatz elliptischer Straßenmarkierungen ausgeweitet, um die Sicherheit von Motorradfahrern zu erhöhen. Bis Ende 2023 wurden rund 1.200 Kilometer Bundes- und Landesstraßen mit dem neuen Design versehen. Die Maßnahme folgt auf erfolgreiche Testphasen, die weniger Unfälle und eine bessere Kontrolle der Fahrer zeigten.
Erstmals erprobt wurde das System auf der Panoramastraße (L218) zwischen Vossenack und Schmidt in Nordrhein-Westfalen. Ähnliche Markierungen in Österreich hatten an besonders gefährdeten Stellen bereits zu einem Rückgang der Verletzungsunfälle um 42 Prozent geführt.
Österreich führte die weißen elliptischen Markierungen bereits 2016 ein. Sie wurden an acht riskanten Kurven auf beliebten Motorradrouten angebracht. Das Ergebnis: weniger Unfälle und sicheres Fahren.
Deutschland startete seinen eigenen Versuch auf der L218 im Kreis Düren. Nach drei Jahren bremsten die Fahrer in Kurven stärker ab und blieben besser in der Spur. Während der Testphase gab es keine schweren Unfälle.
Angesichts der positiven Ergebnisse kündigte Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer eine weitere Ausweitung an. Zwei zusätzliche Strecken im Kreis Euskirchen erhalten nun die Markierungen. Der Fokus liegt weiterhin auf Gebieten mit hohem Motorradaufkommen, insbesondere in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.
Die elliptischen Markierungen leiten Fahrer durch enge Kurven, indem sie visuelle Orientierungshilfen bieten. Deutschlands Einführung umfasst bereits 1.200 Kilometer Straßen, weitere sollen folgen. Die Behörden erwarten, dass die Maßnahme Unfälle verringert und die Sicherheit von Motorradfahrern auf gefährlichen Abschnitten verbessert.






