Duisburgs neuer Industrie-Hotspot: Siemens Mobility baut Züge am Logport I
Mila WalterDuisburgs neuer Industrie-Hotspot: Siemens Mobility baut Züge am Logport I
Neue Montagehalle in Duisburg: Logport I wird zum Zentrum des Schienenfahrzeugbaus
In Duisburg entsteht am Logport I eine große neue Montagehalle, die eine Neuausrichtung des Hafens als Industriestandort einläutet. Die Anlage, die nach einer Investition von 25 Millionen Euro an die Stelle der alten Krupp-Längshallen tritt, wird zum neuesten Produktionsstandort von Siemens Mobility. Anders als bei früheren Logistikprojekten dient die Halle nicht nur der Lagerung oder Verteilung, sondern der vollständigen Fertigung von Zügen.
Die Bauarbeiten begannen im März 2026 auf dem Gelände des ehemaligen Krupp-Stahlwerks, einer Fläche, die – wie Duisport-Chef Markus Bangen betont – seit dem Jahr 2000 schrittweise umgestaltet wird. Siemens Mobility, das am Standort Uerdingen räumlich stark eingeschränkt ist, wird die neue 200.000 Quadratmeter große Halle für die Montage von Regionalzügen nutzen. Im Inneren sorgen fünf Hallenkrane, zwei 223 Meter lange Gleise sowie zwei 200 Meter lange Wartungsgruben für einen effizienten Arbeitsablauf.
Laut Matthias Wittemer von Siemens Mobility handelt es sich um ein reines Montagewerk – und nicht bloß um ein Logistikzentrum. Duisport hebt besonders die direkte Gleisanbindung der Halle hervor, die den Lkw-Verkehr innerhalb des Logport I reduzieren und den umweltfreundlichen Transport optimieren soll. Die Hafenbehörde, die in der Vergangenheit für ihr Management von Industriehallen kritisiert wurde, sieht in dem Projekt nun die Chance, "echten Mehrwert" zu schaffen und das Ansehen des Logistiksektors zu stärken.
Der Neubau entsteht zu einem Zeitpunkt, an dem die bestehenden Längs- und Querhallen des Duisports, die derzeit für Verpackungslogistik genutzt werden, zunehmend sanierungsbedürftig sind. Oberbürgermeister Sören Link zeigt sich überzeugt vom Fortschritt des Vorhabens und signalisiert damit die lokale Unterstützung für die wirtschaftlichen und betrieblichen Ziele.
Mit der Fertigstellung der Halle kann Siemens Mobility die Produktion von Regionalzügen in Duisburg ausbauen und gleichzeitig die Abhängigkeit vom Straßenverkehr verringern. Dank ihrer Größe und der Gleisanbindung wird die Anlage eine zentrale Rolle in der langfristigen Industriestrategie des Hafens spielen. Die Bauarbeiten sind Teil einer umfassenden Modernisierungsoffensive für die Infrastruktur des Logport I.