Duisburgs dunkles Erbe: Öffentlicher Vortrag zu NS-Zwangssterilisationen am 19. Februar
Maximilian MaierDuisburgs dunkles Erbe: Öffentlicher Vortrag zu NS-Zwangssterilisationen am 19. Februar
Öffentlicher Vortrag zu Zwangssterilisationen in Duisburg während der NS-Zeit am Donnerstag, 19. Februar
Am Donnerstag, dem 19. Februar, findet in Duisburg ein öffentlicher Vortrag über Zwangssterilisationen in der NS-Zeit statt. Die Veranstaltung in der DenkStätte im Gebäude des Stadtarchivs widmet sich der Umsetzung des 1933 erlassenen "Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses". Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Vortrag beginnt um 18:15 Uhr und wird von Dr. Bernd Kern von der Universität Duisburg-Essen gehalten. Er beleuchtet die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die zwischen 1933 und 1949 zur Durchsetzung der Sterilisationsgesetze in Duisburg führten.
Die Teilnehmer erhalten einen statistischen Überblick über die Zwangssterilisationen, gestützt durch Fallbeispiele. Zudem wird analysiert, wie rechtliche und administrative Strukturen diese Praktiken ermöglichten. Zwar liegen keine genauen Zahlen zu den Sterilisationen in Duisburg vor, doch zielt die Veranstaltung darauf ab, die Auswirkungen des Gesetzes kritisch aufzuarbeiten.
Der Veranstaltungsort an der Karmelplatz 5 im Duisburger Innenhafen bietet Platz für bis zu 60 Gäste. Eine Folgeveranstaltung zum selben Thema ist bereits für den 19. Februar 2026 im Historischen Zentrum Duisburg geplant.
Der Vortrag wirft einen detaillierten Blick auf ein dunkles Kapitel der Duisburger Geschichte unter dem Nationalsozialismus. Anhand von Dokumenten und Fallstudien wird gezeigt, wie das Gesetz vor Ort umgesetzt wurde. Interessierte können ohne Voranmeldung teilnehmen, solange Plätze verfügbar sind.