17 March 2026, 00:56

Dinslaken gedenkt 2026 der Opfer des rassistischen Hanau-Anschlags

Ein Denkmal mit der Inschrift 'Rassistischer Schlager', umgeben von Bäumen unter einem klaren Himmel.

Dinslaken gedenkt 2026 der Opfer des rassistischen Hanau-Anschlags

Dinslaken gedenkt am 19. Februar 2026 der Opfer des Hanau-Anschlags

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Am 19. Februar 2026 findet in Dinslaken eine Gedenkveranstaltung für die neun Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau statt. Die Feierlichkeit beginnt um 15:00 Uhr am Mahnmal "10+1 Bäume" im Grünzug Rabenkamp. Die Organisatoren laden alle Schülerinnen und Schüler ein, gemeinsam der Opfer zu gedenken und ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung zu setzen.

Das Mahnmal erinnert an die zehn Opfer der NSU-Terrorgruppe sowie an alle Menschen, die in Deutschland durch rassistische Gewalt ums Leben kamen. Bürgermeister Simon Panke betonte die Bedeutung des Gedenkens: "Wir müssen die Ermordeten im Gedächtnis behalten und uns entschlossen gegen Hass, Ausgrenzung und rechtsextreme Gewalt stellen."

Im Rahmen der Veranstaltung wird ein interreligiöses Gebet von Vertretern verschiedener Glaubensgemeinschaften, Turhan Tuncel sowie der Stadtverwaltung Dinslaken geleitet. Zudem wirken Schülerinnen und Schüler der Ernst-Barlach-Gesamtschule an der Gedenkfeier mit.

Die Veranstaltung ist Teil bundesweiter Initiativen zur Bekämpfung des Rechtsextremismus. Städte wie Dortmund, Köthen, Frankfurt und Chemnitz veranstalten regelmäßig ähnliche Gedenkformate, während überregionale Kampagnen wie "19. Februar – Nie wieder sind wir allein" dezentrale Erinnerungsaktionen in Metropolen wie Berlin, München und Hamburg koordinieren.

Ziel der Gedenkfeier ist es, Menschen im Geiste eines friedlichen Miteinanders zusammenzubringen. Durch die Auseinandersetzung mit vergangener Gewalt will die Stadt ihr Engagement gegen Diskriminierung und für eine offene Gesellschaft unterstreichen. Alle Einwohnerinnen und Einwohner sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und Solidarität zu zeigen.

AKTUALISIERUNG

Neues Opfer des Hanau-Anschlags stirbt Monate nach der Tragödie von 2020

Eine weitere Tragödie hat sich vor der Gedenkfeier in Dinslaken ereignet. Der türkisch-deutsche Überlebende Ibrahim Akkuş, der bei dem Anschlag von 2020 in Hanau achtmal angeschossen wurde, verstarb am 10. Januar 2026 im Alter von 70 Jahren an den Folgen seiner Verletzungen. Sein Tod schlägt erneut eine Welle des Mitgefühls für die bevorstehende Gedenkfeier. 'Dieser Verlust verdeutlicht die nachhaltige Wirkung der Gewalt jenes Tages,' sagten die lokalen Organisatoren. Sein Tod ruft erneut Forderungen nach Gerechtigkeit und Erinnerung wach.