Dillenburgs Grundschüler werden zu Verkehrspolizisten für mehr Sicherheit
Anna SchmitzDillenburgs Grundschüler werden zu Verkehrspolizisten für mehr Sicherheit
Kinder in Dillenburg engagieren sich für mehr Verkehrssicherheit
Im vergangenen Monat haben sich Kinder in Dillenburg aktiv für die Verkehrssicherheit eingesetzt. Am 16. Juni 2024 unterstützten Viertklässler der Fellinghausener Grundschule die Polizei bei Kontrollen in der Umgebung ihrer Schule. Der Anstoß für die Aktion war ein besorgniserregender Anstieg von Verkehrsunfällen mit verletzten Kindern in der Region.
Die Initiative entstand vor dem Hintergrund, dass im vergangenen Jahr 99 Kinder bei Verkehrsunfällen verletzt wurden – ein Anstieg um 74 Prozent im Vergleich zu den zwölf Monaten zuvor. Viele dieser Vorfälle ereigneten sich auf dem Schulweg oder bei Ausflügen im Rahmen von Ganztagsangeboten. Um gegenzusteuern, führten Schülerinnen, Schüler und Beamte morgens und zur Mittagszeit Kontrollen durch und besuchten zudem einen Kindergarten in Osthelden.
Im Fokus standen Rasen sowie die korrekte Nutzung von Kindersitzen. Während der Aktion wurden fast 120 Autofahrer angehalten. Wer sich an die Regeln hielt, erhielt eine Dankeskarte der Kinder, während 36 Verkehrsteilnehmer, die gegen die Vorschriften verstießen, eine freundliche Ermahnung erhielten. Nur in zwei Fällen wurden bei schweren Verstößen Bußgelder wegen überhöhter Geschwindigkeit verhängt.
Landrat Andreas Müller lobte das Engagement der Kinder, die das Kontrollteam tatkräftig unterstützten. Auch Polizeidirektor Marcel Zirnsak sprach sich für das Projekt aus und betonte, dass die Anwesenheit der Kinder die Verkehrsteilnehmer sensibilisiert habe – sie würden sich der Gefahren stärker bewusst.
Ziel der gemeinsamen Streife war es, die Sicherheit im Umfeld von Schulen und Kindergärten zu erhöhen. Da die meisten Autofahrer positives Feedback erhielten, unterstrich die Aktion, wie wichtig rücksichtsvolles Fahren in der Nähe von jungen Fußgängern ist. Die Behörden planen, ähnliche Initiativen fortzuführen, um künftig die Zahl der verletzten Kinder im Straßenverkehr zu verringern.






