08 April 2026, 04:06

DGB warnt vor Bildungskrise in NRW: Schulen brauchen Milliardenhilfe

Balkendiagramm, das den staatlichen und kommunalen Bildungsausgaben nach Bundesländern zeigt, mit unterschiedlich hohen Balken, die die Ausgabenhöhen darstellen.

DGB fordert mehr Geld für Schulen in NRW trotz Rekordbudget - DGB warnt vor Bildungskrise in NRW: Schulen brauchen Milliardenhilfe

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Nordrhein-Westfalen (NRW) fordert die Landesregierung auf, die Mittel für Schulen deutlich aufzustocken. Eine neue Studie zeigt gravierende Defizite im Bildungssystem: Viele Schülerinnen und Schüler erreichen nicht einmal die grundlegenden Standards in Sprache und Mathematik. Die Gewerkschaft verlangt nun sofortige Maßnahmen, um die Krise zu bewältigen.

Wie aus einem aktuellen DGB-Bericht für NRW hervorgeht, klaffen in der Region eklatante Leistungslücken bei den Schülerinnen und Schülern. Im Ruhrgebiet verfehlen 85 Prozent der Jugendlichen am Ende der zehnten Klasse die geforderten Sprachkompetenzen. Schon früher, noch in der Grundschule, scheitert etwa ein Drittel der Kinder daran, die Mindeststandards in Deutsch und Mathematik zu erfüllen, bevor sie auf weiterführende Schulen wechseln.

Die Gewerkschaftsstudie weist zudem auf jahrelange Unterfinanzierung in NRW hin. In den vergangenen zwölf Jahren lag die Investitionsquote des Landes bei nur 10,1 Prozent – deutlich unter den Werten Bayerns (16,2 Prozent) und Baden-Württembergs (15,4 Prozent). Um die Infrastruktur zu modernisieren und die Bildung zu verbessern, schätzt der DGB, dass NRW in den kommenden zehn Jahren rund 156 Milliarden Euro an öffentlichen Investitionen benötige.

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Der Bildungsexperte Torsten Windels bestätigt diese Erkenntnisse und argumentiert, dass die aktuellen Ausgaben nicht mit dem Haushaltswachstum Schritt gehalten hätten. Der DGB pocht darauf, dass das Land nun einen milliardenschweren Sonderfonds anzapft, um dringende Reformen zu finanzieren. Ohne höhere Investitionen, warnt die Gewerkschaft, werde NRW seine eigenen Bildungsziele nicht erreichen können.

Die Vorschläge des DGB zielen darauf ab, die Finanzierungslücken zu schließen und die schulischen Leistungen im gesamten Land zu steigern. Sollten die zusätzlichen Mittel bewilligt werden, würden sie gezielt Schulen im Ruhrgebiet und darüber hinaus zugutekommen. Die Landesregierung hat auf den Appell der Gewerkschaft für eine schnellere Bereitstellung der Gelder bisher noch nicht reagiert.

Quelle