Cyberangriff zerstört Daten der Laurentius-Apotheke in Mönchengladbach – Inhaber kämpft um Existenz
Anna KrauseCyberangriff zerstört Daten der Laurentius-Apotheke in Mönchengladbach – Inhaber kämpft um Existenz
Cyberangriff legt Laurentius-Apotheke in Mönchengladbach lahm
Am Dienstag traf ein Cyberangriff die Laurentius-Apotheke in der Lindenstraße in Mönchengladbach. Die Attacke zwang das Unternehmen, bis zum frühen Nachmittag geschlossen zu bleiben. Inhaber Delbrin Houri steht nun vor erheblichen finanziellen Verlusten und einem langen Weg der Wiederherstellung.
Die Angreifer zerstörten zunächst die Server der Apotheke und verschlüsselten lebenswichtige Daten. Mehrere Tage an Aufzeichnungen, darunter E-Rezepte, wurden aus dem System gelöscht. Zwar hinterließen die Hacker eine E-Mail-Adresse für Lösegeldverhandlungen, eine konkrete Forderung nannten sie jedoch nicht.
Houris Versicherungspolice deckt keine Cybervorfälle ab, sodass er die Kosten allein tragen muss. Sollten die verlorenen E-Rezepte nicht wiederherstellbar sein, droht ihm ein zusätzlicher Schaden von 20.000 Euro. Die Wiederherstellung der Daten könnte Wochen oder sogar Monate dauern. Nach dem Angriff suchte Houri Rat, wie er seine Cybersicherheit verbessern könne. Doch keine Behörde oder Organisation konnte ihm klare Leitlinien zum Schutz seines Betriebs nennen. Jetzt will er andere Apothekeninhaber vor den Risiken warnen und sie auffordern, ihre Versicherungsdeckungen zu überprüfen.
Die Apotheke öffnete zwar am Dienstagnachmittag wieder, doch die finanziellen und betrieblichen Schäden bleiben bestehen. Houri muss nun seine Systeme neu aufbauen und die Verluste aus eigener Tasche begleichen. Ohne Unterstützung durch die Versicherung hängt die Erholung allein von seinen eigenen Mitteln ab.






