Christian Keller bricht sein Schweigen: Warum sein Abschied beim 1. FC Köln ihn bis heute bewegt
Mila WalterChristian Keller bricht sein Schweigen: Warum sein Abschied beim 1. FC Köln ihn bis heute bewegt
Christian Keller hat sich offen über seinen kürzlichen Abgang beim 1. FC Köln und seine Zukunftspläne geäußert. Der ehemalige Sportdirektor wurde kurz vor dem Aufstieg der Mannschaft entlassen – ein Moment, den er als emotional beschrieb, als er ihn von zu Hause aus mitverfolgen musste. Nun zieht er eine Rückkehr zum Fußball in Betracht, gibt aber zu, dass sich bisher keine passende Position ergeben hat.
Kellers Abschied erfolgte nach einem 1:1 gegen Jahn Regensburg, ein Ergebnis, das auch Cheftrainer Gerhard Struber den Job kostete. Er hinterfragte die Entscheidung des Vereins und argumentierte, dass ein einziges Unentschieden gegen den Tabellenletzten keine Entlassungen rechtfertige, wenn der Trainer zuvor stets Rückhalt erfahren habe. Seine Frustration richtete sich auch gegen den Einfluss des "Gemeinsamen Ausschusses" des Vereins, dessen Einmischung in sportliche Belange er nur schwer nachvollziehen konnte.
Zudem wies er Forderungen zurück, dem Spieler Said El Mala einen festen Stammplatz zu garantieren – solche Erwartungen hielt er für unrealistisch. Trotz seines Abgangs hegt Keller keinen Groll gegen den FC Köln, auch wenn es für ihn schwer war, den Aufstieg im Fernsehen mitzuerleben.
Seit seinem Ausscheiden hat Keller Optionen außerhalb des Fußballs erkundet, darunter Führungspositionen als Geschäftsführer in anderen Branchen. Auch eine Selbstständigkeit zieht er in Betracht. Zwar reizt ihn die Idee einer Rückkehr in den Profifußball, doch bisher habe sich keine passende Gelegenheit ergeben, betont er. Seine letzte dokumentierte Tätigkeit für den FC Köln datiert vom 31. Dezember 2025, als es um Transferverhandlungen für einen Spieler ging.
Keller bleibt offen für künftige Aufgaben, möchte aber nicht überstürzt in den Fußball zurückkehren, wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen. Sein Engagement in Köln endete abrupt, doch blickt er ohne Bitterkeit darauf zurück. Derzeit konzentriert er sich auf neue berufliche Wege – sowohl innerhalb als auch außerhalb des Sports.