CDU stoppt Solinger Verwaltung: Mietspiegel bleibt in Verbändehand
Die CDU-Fraktion im Solinger Stadtrat hat sich in der Frage des Mietspiegels auf einen Kompromiss geeinigt. Die Partei wirft der Stadtverwaltung vor, ihre Befugnisse überschritten zu haben, indem sie lokale Verbände aus dem Prozess ausgrenzte. Die Spannungen hatten sich zugespitzt, da strittig war, wer für die Erstellung und Pflege des Mietspiegels zuständig sein soll.
Die CDU kritisierte, die Verwaltung habe voreilig die Verantwortung vom Mieterverein und dem Haus- und Grundbesitzerverein übernommen. Laut der Partei habe die Verwaltung fälschlicherweise angenommen, sie könne einen qualifizierten Mietspiegel allein erstellen. Der CDU-Stadtrat Lukas Schrumpf warnte, dies könnte zu einem unnötigen Wachstum der städtischen Bürokratie führen.
Die neue Vereinbarung zwischen den Ratsfraktionen gibt die Verantwortung nun wieder an das ursprüngliche kooperative Modell zurück. Mieterverein und Haus- und Grundbesitzerverein werden den Mietspiegel künftig wieder gemeinsam aushandeln. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Daniel Flemm bezeichnete die Einigung als „klare Roadmap“, um den Mietfrieden in Solingen zu wahren.
Die CDU lobte zudem andere Fraktionen dafür, dass sie sich gegen das Vorgehen der Verwaltung gestellt hätten. Die Partei erwartet, dass die Verwaltung künftig politische Entscheidungen des Rates abwartet, statt eigene Initiativen zu verfolgen. Die Verwaltung hatte argumentiert, die politische Debatte hätte bereits ein Jahr früher stattfinden müssen – obwohl es ihre Aufgabe gewesen wäre, den Prozess anzustoßen.
Die Vereinbarung stellt das bewährte System der Zusammenarbeit zwischen den beiden Verbänden wieder her. Die CDU sieht darin eine Möglichkeit, weitere Bürokratieausweitung zu verhindern und Stabilität zu sichern. Die Verwaltung muss sich nun an die politischen Vorgaben des Rates zum Mietspiegel halten.






