09 June 2026, 08:06

CDU Solingen attackiert Wohnungsbaupläne als "Stückwerk mit fatalen Folgen"

CDU-Fraktion äußert sich zu aktuellen Entwicklungen im Solinger Stadtzentrum

CDU Solingen attackiert Wohnungsbaupläne als "Stückwerk mit fatalen Folgen"

Die CDU-Fraktion in Solingen hat die jüngsten Wohnungsbaupläne der Stadtverwaltung scharf kritisiert. Ihrer Ansicht nach stehen die Vorschläge für über 100 neue Sozialwohnungen in der Innenstadt im Widerspruch zu den bestehenden städtebaulichen Strategien. Zudem warnt die Fraktion, dass die aktuellen Maßnahmen die langjährigen Probleme im nördlichen Stadtbezirk nicht lösen.

Der nördliche Innenstadtbereich kämpft seit Jahren mit rückläufigem Einzelhandel, sinkender Kaufkraft und hoher Arbeitslosigkeit. Hohe Kriminalitätsraten und Verschuldung verschärfen die Lage zusätzlich. Die CDU wirft der Verwaltung vor, mit ihrem Stückwerk-Ansatz die Probleme eher zu verschlimmern als zu beheben.

Fraktionschef Daniel Flemm äußert sich besorgt über das Fronhof-Projekt, das sich auf geförderten Wohnungsbau konzentriert. Er stellt dessen Machbarkeit infrage und verweist auf Gerüchte über einen möglichen Verkauf der Clemens-Galerien. Flemm warnt zudem, dass die aktuelle Ausrichtung das Risiko eines weiteren Niedergangs im Nordbezirk berge.

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Die CDU lehnt die Fronhof-Pläne ab, da sie ihrer Meinung nach die soziale Spaltung verstärken und die lokale Kaufkraft schwächen würden. Der planungspolitische Sprecher Lukas Schrumpf wirft der Verwaltung vor, vereinbarte Ziele wie soziale Durchmischung und Arbeitsplatzschaffung zu untergraben. Die Fraktion besteht darauf, dass die Stadt zu den Kernzielen des ISEK-Plans „Stadt 2030“ zurückkehren muss, der unter anderem die Lebensqualität verbessern und für mehr Sicherheit sorgen soll.

Statt konzentriertem Sozialwohnungsbau schlägt die CDU vor, das Gebiet Weyersberg zu einem Sportviertel auszubauen. Dies würde besser zu den städtebaulichen Zielen passen und breitere Vorteile bieten, so die Argumentation. Die Fraktion betont, dass Lösungen stadtweit greifen müssen, um die Nachfrage aus dem umliegenden Ballungsraum zu bedienen und gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum für Solinger Familien zu sichern.

Die Forderungen der CDU zielen darauf ab, die ISEK-Strategie wiederzubeleben, um eine ausgewogene Entwicklung zu gewährleisten. Im Mittelpunkt stehen gemischte Quartiere, Arbeitsplatzwachstum und stärkere Maßnahmen für die öffentliche Sicherheit. Ohne diese Kurskorrektur, so die Warnung, werde der Niedergang der nördlichen Innenstadt weiter voranschreiten.

Quelle