Bürgerprotest in Ohligs: Kampf um Dürpelfest und Platznutzung gegen Kreisverkehr
Anna KrauseBürgerprotest in Ohligs: Kampf um Dürpelfest und Platznutzung gegen Kreisverkehr
Bürgerinitiative in Ohligs formiert sich gegen geplanten Kreisverkehr
In Ohligs hat sich eine Bürgerinitiative gegründet, unterstützt von der Bürgergemeinschaft für Solingen e.V. (BfS). Ihr Ziel ist es, den geplanten Kreisverkehr zu stoppen, der das jährliche Dürpelfest beenden und die multifunktionale Nutzung des Platzes einschränken könnte.
Martin Bender, Vorsitzender der BfS, begrüßt die Initiative als Ausdruck direkter Demokratie. Er kritisiert, dass etablierte Parteien lokale Anliegen seit langem ignoriert hätten, was zu dieser Basisbewegung geführt habe. Gemeinsam mit der Ohligser Marketing- und Interessengemeinschaft sucht die BfS nun nach einem Kompromiss, um sowohl die Vielseitigkeit des Platzes als auch die Zukunft des Festivals zu bewahren.
Streitpunkt ist der von der CDU unterstützte Kreisverkehr, den der stellvertretende Bezirksbürgermeister Marc Westkämper zwar vorantreibt, nun aber als Vermittler auftritt. Bender zweifelt an Westkämpers Neutralität und verweist auf die anhaltende Unterstützung des Projekts durch die Partei. Zudem kritisiert er die Ohligser Jongens, die Gespräche nur unter der Bedingung führen wollen, dass die Petition zurückgezogen wird.
Bender betont, dass der Verlust der Lennestraße als Festgelände eine wichtige Attraktion für Jugendliche beseitigen würde. Die Bürgerinitiative sei der richtige Weg, um dies zu verhindern. Der Konflikt zeigt die Kluft zwischen lokalen Gruppen und politischen Verantwortlichen. Ohne Einigung könnte der Kreisverkehr gebaut werden – mit dem Ende des Dürpelfests und einer veränderten Platznutzung. Die BfS setzt sich weiterhin für eine Lösung ein, die den Willen der Bürgerschaft widerspiegelt.
