26 April 2026, 22:07

Bundesrat debattiert Energiepolitik und Haushaltsentwurf vor der Sommerpause

Luftaufnahme einer Solarpark mit Panelen, umgeben von Bäumen und Gras, mit einem Zug auf einer nahen Schiene.

Bundesrat debattiert Energiepolitik und Haushaltsentwurf vor der Sommerpause

Bundesrat hält letzte Sitzung vor der Sommerpause ab

Am Freitag trat der Bundesrat zu seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause zusammen. Auf der Tagesordnung standen über 80 Punkte, darunter zentrale Debatten zur Energiepolitik und Haushaltsgesetzen. Bundeskanzler Friedrich Merz hielt erstmals eine große Rede vor der Versammlung.

Im Mittelpunkt stand der Haushaltsentwurf, der in erster Lesung beraten wurde. Der aktuelle Vorschlag sieht vor, die Stromsteuersenkung auf Industrieunternehmen, Landwirtschaft und Forstwirtschaft zu beschränken. Der Bundesrat forderte jedoch eine weitergehende Entlastung und drängte die Regierung, die Steuer für alle Verbrauchergruppen auf das EU-Mindestmaß zu senken. Die Abgeordneten argumentierten, dass niedrigere Stromkosten und reduzierte Netzentgelte die Elektrifizierung beschleunigen und die Klimaziele unterstützen würden.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Ausbau erneuerbarer Energien. Der Bundesrat billigte einen Gesetzentwurf, der Photovoltaik(PV)-Anlagen in ausgewiesenen oder vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebieten ermöglicht. Schutzklauseln sollen sicherstellen, dass der Hochwasserschutz davon unberührt bleibt. Zudem forderten die Länder Änderungen im Wasserhaushaltsgesetz (WHG), um Hindernisse für PV-Projekte in Freiflächen abzubauen.

Ein weiterer Höhepunkt der Sitzung war die Debütrede von Kanzler Merz, die er im Rahmen des Abschlusses der Gesetzgebungsarbeit vor der Sommerpause hielt.

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Die Beschlüsse des Bundesrates ebnen den Weg für mögliche Änderungen in der Energiepolitik und bei den Vorschriften für Überschwemmungsgebiete. Sollten die vorgeschlagenen Steuersenkungen und der PV-Ausbau umgesetzt werden, könnten sie sich auf Unternehmen und Haushalte auswirken. Die nächsten Schritte hängen von weiteren Verhandlungen nach der Sommerpause ab.

Quelle