Buchhandlung in Bremen provoziert mit Wolfram-Weimer-Porträt nach Skandal-Spruch
Anna SchmitzBuchhandlung in Bremen provoziert mit Wolfram-Weimer-Porträt nach Skandal-Spruch
Die Buchhandlung Golden Shop in Bremen hat ein auffälliges Redesign erhalten. Ein riesiges Porträt von Kulturminister Wolfram Weimer ziert nun das Schaufenster – flankiert von seinen eigenen Publikationen. Die Umgestaltung folgt auf eine kontroverse Vergangenheit zwischen dem Laden und dem Minister.
An der Fassade des Buchladens prangte einst der Spruch „Deutschland verrecke bitte“. Daraufhin schloss Weimer die Buchhandlung vom Deutschen Buchhandlungspreis 2026 aus und veranlasste eine Prüfung durch den Verfassungsschutz, den deutschen Inlandsgeheimdienst.
Erst kürzlich brachten sechs Personen ein großes Stofftransparent an der Giebelwand des Gebäudes an. Die Fassade zeigt nun handschriftliche Zitate Weimers. Im Inneren des Ladens sind im Schaufenster sein Porträt und seine Bücher ausgestellt.
Auf die Frage, ob das Redesign eine Distanzierung von linksextremen Positionen darstellen solle, lachte die Inhaberin Ausma Zvidrina nur. Trotz des neuen Erscheinungsbilds bestätigte sie, dass die Buchhandlung Weimers Werke weiterhin nicht führen werde.
Die Verwandlung des Buchladens ist nun für Passanten sichtbar: Das Transparent hängt weiterhin an der Fassade, Weimers Zitate prägen das Äußere. Doch die Haltung der Inhaberin zu seinen Büchern bleibt unverändert.
