Borussia Mönchengladbach steckt in der Bundesliga-Krise – doch die Führung lehnt Panik ab
Anna KrauseBorussia Mönchengladbach steckt in der Bundesliga-Krise – doch die Führung lehnt Panik ab
Borussia Mönchengladbach liegt in der Bundesliga auf Platz 11 – fünf Punkte über dem Relegationsplatz. Der Verein steckt derzeit in einer Krise und holte in den letzten sechs Spielen nur vier Punkte. Trotz der schwachen Phase betont die Vereinsführung, es gebe keine tiefe Krise im Klub.
Die jüngste Niederlage kassierte die Mannschaft daheim gegen den VfB Stuttgart, der den Gladbachern eine deutliche Schlappe beibrachte. Ein verschossener Elfmeter von Haris Tabaković in der frühen Phase des Spiels – damals stand es noch 0:0 – steigerte die Frustration zusätzlich.
Die anhaltende Negativserie wirft Fragen auf, doch Kapitän Rocco Reitz wies Spekulationen über ein "grundsätzliches Problem" zurück. Trainer Eugen Polanski blieb in seiner Einschätzung nüchtern: "Wir stehen da, wo wir stehen – die Tabelle lässt sich nicht wegdiskutieren." Die Ergebnisse lassen Gladbach in einer prekären, aber noch nicht akut bedrohlichen Situation zurück.
Sportdirektor Rouven Schröder gibt sich kämpferisch: "Wir sind ein Team, das immer am Limit kämpft", erklärte er. Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit von Eigenverantwortung: "Wir müssen unser Schicksal selbst in die Hand nehmen." Schröder hat bereits Maßnahmen ergriffen, um den Kader umzubauen – Tomáš Čvančara wurde an Celtic Glasgow ausgeliehen, Oscar Fraulo verkauft, während mit Kota Takai und Alejo Sarco neue Spieler verpflichtet wurden. Die Niederlage gegen Stuttgart offenbarten erneut defensive Schwächen. Tabakovićs frühes Elfmeterversagen wirkte sich fatal aus, da die Gäste ihre Chancen konsequent nutzten. Dass Gladbach Ballbesitz nicht in Punkte ummünzt, ist in den letzten Wochen zu einem wiederkehrenden Problem geworden.
Trotz der anhaltenden Formkrise zeigt sich die Vereinsführung kämpferisch. Mit fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz gilt es nun, den Abwärtstrend zu stoppen. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Schröders Transferstrategie und die Mannschaftsmentalität die Wende bringen können.