07 May 2026, 16:17

Bombendrohung im ICE: Politiker fordern sofort strengere Bahn-Sicherheit

Schwarz-weißes Foto eines Zuges mit der Aufschrift "Defense Special" auf den Gleisen mit zwei Flaggen links und einer Decke oben.

Bombendrohung im ICE: Politiker fordern sofort strengere Bahn-Sicherheit

Eine Bombendrohung in einem ICE-Zug in Nordrhein-Westfalen hat die Forderungen nach verschärften Sicherheitsmaßnahmen im deutschen Schienenverkehr neu entfacht. Bei dem Vorfall, bei dem zwölf Menschen leicht verletzt wurden, hatte ein Mann Sprengkörper gezündet und einen Anschlag angedroht. Nun drängen Politiker auf rasche Änderungen, um weitere Gefahren abzuwenden.

Das besorgniserregende Ereignis ereignete sich am Donnerstag, als ein Fahrgast an Bord eines Hochgeschwindigkeitszugs Sprengsätze auslöste und Drohungen äußerte. Die Rettungskräfte reagierten zwar zügig, doch die Störung machte einmal mehr die anhaltenden Sicherheitsdefizite deutlich.

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Bereits im Januar hatte die Deutsche Bahn einen Notfallplan zur Verbesserung der Sicherheit vorgestellt. Dazu gehörten mehr Streifen, eine bessere Videoüberwachung und saubere Bahnhöfe. Kritiker halten diese Maßnahmen jedoch für unzureichend.

Stephan Stracke, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, fordert nun strengere Kontrollen. Die aktuelle Situation bezeichnete er als untragbar und warnte, dass Bahnfahren zunehmend gefährlicher werde. Seine Vorschläge umfassen stufenweise Sicherheitsüberprüfungen, beginnend bei Hochrisiko-Bahnhöfen mit erhöhter Kriminalitätsrate.

Zudem schlägt Stracke vor, den Zugang zu den Bahnsteigen auf Fahrgäste mit gültigem Ticket zu beschränken. Ziel sei es, sowohl Reisende als auch Bahnmitarbeiter besser vor potenziellen Bedrohungen zu schützen. Der Fokus läge zunächst auf großen Knotenpunkten, bevor die Maßnahmen auf weitere Standorte ausgeweitet würden.

Der jüngste Vorfall erhöht den Druck auf die Behörden, schneller zu handeln. Strackes Plan sieht Kontrollen und strengere Zugangsregeln vor, beginnend mit den am stärksten gefährdeten Bahnhöfen. Sollten die Änderungen umgesetzt werden, könnten sie die Sicherheitsstandards im gesamten deutschen Schienennetz grundlegend verändern.

Quelle