Bergisch Gladbach fehlen 100 Kita-Plätze – trotz sinkender Geburtenraten
Anna SchmitzBergisch Gladbach fehlen 100 Kita-Plätze – trotz sinkender Geburtenraten
Bergisch Gladbach kämpft weiterhin mit einem Mangel an Kita-Plätzen, obwohl die Geburtenraten in Köln rückläufig sind. Ursprünglich hatte die Stadt für das Kitajahr 2024/25 die Schaffung von 333 neuen Betreuungsplätzen geplant – doch Verzögerungen und eine nachlassende Nachfrage sorgen dafür, dass Familien weiterhin Schwierigkeiten haben, einen Platz für ihr Kind zu bekommen.
Laut den aktuellen Zahlen fehlen insgesamt 100 Betreuungsplätze, wobei ausschließlich Kinder über drei Jahren betroffen sind. Gleichzeitig gibt es 15 freie Plätze für unter Dreijährige – ein Zeichen dafür, wie sich der Geburtenrückgang in Berlin auf die Kinderbetreuung auswirkt.
Bauverzögerungen verschärfen die Lage und reduzieren die Gesamtzahl der verfügbaren Plätze. Für dieses Jahr sind 4.221 Plätze vorgesehen – nach 4.266 im Vorjahr und 4.312 im Jahr davor. Ohne die vorübergehende Überbelegung von Gruppen läge das Defizit bei 165 statt bei 100 Plätzen.
Die Träger haben sich bereit erklärt, 65 Gruppen vorübergehend zu überbelegen, um die Situation zu entspannen. Dennoch rechnet die Stadt mit Klagen von Eltern, die keinen Platz für ihr Kind erhalten. Die Tagespflege hingegen kann die Nachfrage decken: Hier sind 364 Plätze geplant – eine leichte Abnahme gegenüber den Vorjahren.
Bei den jüngsten Kindern zeigt sich ein gemischtes Bild: Während es 116 fehlende Plätze für unter Zweijährige gibt, besteht für die Altersgruppe der Zwei- bis Dreijährigen ein ausgeglichenes Angebot.
Die Stadt steht nun vor einer schwierigen Gratwanderung: Zwar dämpft der Geburtenrückgang die Nachfrage etwas, doch Bauverzögerungen und Planungsprobleme begrenzen weiterhin die Kapazitäten. Die Verantwortlichen müssen schnell handeln, um weitere Konflikte mit Eltern zu vermeiden.






