Banksafes: Warum Ihr Schließfach weniger Schutz bietet als gedacht
Maximilian MaierSparkasse Gelsenkirchen: Wie schlecht sind Bank-Schließfächer anderswo versichert? - Banksafes: Warum Ihr Schließfach weniger Schutz bietet als gedacht
Schließfächer in Banken sind oft weniger sicher als gedacht
Wer Wertgegenstände in einem Banksafe aufbewahrt, ist möglicherweise nicht so gut geschützt, wie viele annehmen. Zwar bieten diese Fächer physischen Schutz, doch der Versicherungsschutz reicht oft nicht aus – mitunter bleiben Kunden bei großen finanziellen Verlusten auf den Kosten sitzen. Experten warnen nun: Ohne ausreichende Absicherung können hohe Geldbeträge oder Wertsachen im Safe ein Risiko darstellen.
Die deutschen Banken handhaben die Versicherung von Schließfächern unterschiedlich. Die Hamburger Sparkasse (Haspa) bietet beispielsweise eine Standarddeckung von bis zu 40.000 Euro – einer der höheren Grenzen am Markt. Die Sparkasse Gelsenkirchen-Buer sichert den Inhalt dagegen nur bis 10.300 Euro ab. Die Deutsche Bank geht einen anderen Weg: Hier gibt es Versicherungsschutz nur auf Anfrage und für einen individuell vereinbarten Betrag.
Viele Kunden kennen diese Limits nicht. Manche verzichten ganz auf eine Versicherung – sei es, um zusätzliche Kosten zu sparen oder aus Diskretionsgründen. Selbst wenn eine Police besteht, übersteigt die Deckungssumme selten einige Zehntausend Euro. Wer besonders wertvolle Gegenstände lagert, geht damit ein hohes Risiko ein.
Banken sind zwar gesetzlich verpflichtet, die Fächer vor unbefugtem Zugriff zu schützen, doch im Falle eines Einbruchs ist der Nachweis, ob die Sicherheitsvorkehrungen ausreichten, oft schwierig. Streit gibt es dann häufig darüber, ob die Bank ihren Pflichten nachgekommen ist. Während österreichische Institute wie die Steiermärkische Sparkasse automatisch eine Hausratversicherung bis 30.000 Euro einschließen, fehlen für deutsche Banken klare Daten zu den maximalen Deckungssummen.
Da es keine einheitlichen Versicherungsstandards gibt, müssen Kunden ihre Policen aktiv prüfen. Ohne ausreichenden Schutz können Diebstahl oder Brand erhebliche Verluste bedeuten. Experten raten daher, die Versicherungsbedingungen genau zu studieren – sonst drohen unerwartete finanzielle Rückschläge.