Algacore revolutioniert Textilindustrie mit Algenfasern aus Süßwasser
Maximilian MaierAlgacore revolutioniert Textilindustrie mit Algenfasern aus Süßwasser
Das Algacore-Projekt hat im Rahmen des EXIST-Forschungstransfer-Programms fast 968.000 Euro an Fördergeldern eingeworben. Unter der Leitung von Leon Blanckart zielt die Initiative darauf ab, nachhaltige Materialien für die Textilindustrie zu entwickeln. Das auf 18 Monate angelegte Vorhaben soll in den kommenden Monaten die Grundlage für ein neues Start-up bilden.
Algacore konzentriert sich auf die Entwicklung einer innovativen Faserressource aus Süßwasseralgen. Diese Alternative zu Baumwolle und synthetischen Fasern soll die Umweltprobleme der herkömmlichen Textilproduktion angehen. Der Anbau von Baumwolle erfordert große Mengen an Wasser, Flächen und Pestiziden, während synthetische Fasern auf endliche Ressourcen zurückgreifen und zur Mikroplastikverschmutzung beitragen.
Unterstützt wird das Projekt von Professorin Ellen Bendt und Professor Dr. Groten vom Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik. Zudem erhält es Rückhalt durch das HNX-Startup-Team der Universität. Das EXIST-Forschungstransfer-Programm, das Algacore fördert, ist darauf ausgelegt, vielversprechende, technologiebasierte Ideen aus der Forschung in die praktische Anwendung zu überführen.
Durch die Nutzung von Grünalgen strebt Algacore an, ein ökologisch verträgliches und industriell nutzbares Textilmaterial zu schaffen. Die Initiative startet zu einem Zeitpunkt, an dem die Textilbranche zunehmend unter Druck gerät, nachhaltigere Praktiken zu übernehmen. Während die Nachfrage nach Naturfasern steigt, mehren sich gleichzeitig die Kritik an synthetischen Materialien.
In den nächsten 18 Monaten wird das Projekt die Fördergelder nutzen, um die Faserentwicklung voranzutreiben. Bei Erfolg könnte ein neuer, nachhaltiger Rohstoff für die Textilindustrie entstehen. Das daraus hervorgehende Start-up könnte langfristige Lösungen für eine umweltfreundlichere Branche bieten.
