AfD-Kundgebung in Münster-Coerde trifft auf massiven Gegenprotest
Am Samstagmorgen fand in Münster-Coerde eine kleine Kundgebung der AfD statt, an der etwa 60 Anhänger teilnahmen. Gleichzeitig bildete sich in der Nähe eine deutlich größere Gegenkundgebung mit rund 450 Menschen, die gegen den Auftritt der rechtspopulistischen Partei in ihrem Stadtteil protestierten. Die Polizei hielt die beiden Gruppen während der gesamten Veranstaltung räumlich strikt getrennt.
Die AfD-Versammlung begann um 10 Uhr auf dem Hamannplatz und wurde von Parteimitgliedern sowie dem Landespressesprecher besucht. Unter den Teilnehmern war auch Linus, ein 22-jähriger Pädagoge aus dem Raum Münster, der sich positiv zu den Positionen der AfD in Wirtschaftsfragen und zur Migrationspolitik äußerte. Er forderte eine Überprüfung der deutschen Finanzhilfen für die Ukraine und Israel und verwies dabei auf ältere Bürger, die in finanzieller Not lebten.
Schon eine Stunde zuvor hatte die Gegenkundgebung am Hohen Heckenweg begonnen. Organisiert wurde sie vom Bündnis "Keinen Zentimeter den Nazis" und der lokalen Initiative "Coerde ist bunt". Anwohnerin Eve Lyn Gardias kritisierte dort offen die Politik der AfD. Der Widerstand spiegelt eine breitere Tendenz in Münster-Coerde wider, wo die Ablehnung der Partei seit der Wahl 2022 konsequent hoch bleibt.
Die Polizei sorgte dafür, dass die beiden Demonstrationen getrennt blieben und es zu keinen direkten Auseinandersetzungen kam. Während die AfD ihre geplanten Reden hielt, blieben die Gegenprotestierenden in der Nähe präsent.
Sowohl die Kundgebung als auch die Gegenveranstaltung endeten ohne größere Zwischenfälle. Die AfD fand nur begrenzte lokale Unterstützung, während die Gegenproteste eine deutlich höhere Mobilisierung zeigten. Dies entspricht einem Muster in Münster, wo in den letzten Jahren immer wieder großangelegte Proteste gegen die Partei stattfanden.