06 June 2026, 22:06

A3-Ausbau auf acht Spuren: Warum lokale Politiker den Standstreifen als Alternative fordern

Grüne Plan für die Renovierung der A3 und den Solingen/Langenfeld-Knoten

A3-Ausbau auf acht Spuren: Warum lokale Politiker den Standstreifen als Alternative fordern

Pläne zum achtspurigen Ausbau der A3 zwischen Leverkusen-Opladen und Oberhausen sorgen für Streit

Lokale Grünen-Politiker und benachbarte Städte setzen sich für Alternativen ein und argumentieren, dass eine temporäre Freigabe des Standstreifens Staus verringern könnte – ohne teure Baumaßnahmen. Die Kontroverse kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die umfangreichen Sanierungsarbeiten am Autobahnkreuz Solingen/Langenfeld Anfang 2024 beginnen sollen.

Die A3 wird bereits seit 2017 saniert, wobei die Arbeiten zwischen Leverkusen-Opladen und Hilden andauern. Nun schlägt die Autobahn GmbH des Bundes vor, die gesamte Strecke bis Oberhausen auf acht Spuren auszubauen – ein Projekt, das voraussichtlich zig Millionen Euro kosten wird. Doch der Widerstand wächst.

Die Grünen in Solingen und der Regionsrat lehnen den Ausbau ab. Stattdessen fordern sie die temporäre Nutzung des Standstreifens (TNS) in Stoßzeiten. Diese Lösung, so ihre Argumentation, würde Staus reduzieren, ohne die Umwelt zu belasten oder hohe Kosten für den Ausbau zu verursachen. Eine Studie der Autobahn GmbH aus dem Jahr 2022 hatte die TNS bereits als machbare Option untersucht.

Finn Grimsehl-Schmitz, Mitglied im Solinger Mobilitätsausschuss, pocht darauf, verschiedene Verkehrsführungskonzepte zu vergleichen – mit besonderem Fokus auf die ökologischen Auswirkungen. Die Nachbarstädte Hilden und Langenfeld unterstützen den TNS-Vorschlag und sehen darin eine klügere kurzfristige Lösung. Unterdessen fordert Manfred Krause von den Grünen mehr Transparenz von der Autobahn GmbH des Bundes und stellt infrage, ob die Öffentlichkeit ausreichend über die Pläne informiert ist.

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Die Sanierung des Autobahnkreuzes Solingen/Langenfeld soll im März 2024 beginnen und über 18 Monate dauern. Die Grünen wollen in dieser Phase einen TNS-Testbetrieb durchführen, kombiniert mit einer Umweltstudie zur Bewertung der Auswirkungen.

Die Debatte um die Zukunft der A3 zeigt den Konflikt zwischen großangelegten Ausbauprojekten und flexibleren Verkehrslösungen. Angesichts der bevorstehenden Sanierungsarbeiten und steigender Kosten drängen lokale Behörden und Aktivisten auf Alternativen, die Effizienz, Kosten und Umweltschutz in Einklang bringen. Das Ergebnis wird mitbestimmen, wie eine der meistbefahrenen Autobahnen Deutschlands in den kommenden Jahren mit dem Verkehrsaufkommen umgeht.

Quelle