01 February 2026, 00:05

700 Kurden demonstrieren in Düren für Freiheit und Stabilität in Kurdistan

Eine Gruppe von Menschen marschiert nachts eine Straße entlang, hält ein Schild mit der Aufschrift "Wir stehen zu den tapferen kurdischen Menschen", mit einem Van, der am Straßenrand geparkt ist, Straßenlaternen, Bäumen und Gebäuden im Hintergrund.

700 Kurden demonstrieren in Düren für Freiheit und Stabilität in Kurdistan

"Freiheit für Kurdistan": 700 Demonstranten in Düren

Am 28. Januar 2026 fand in Düren eine Kundgebung unter dem Motto "Freiheit für Kurdistan" statt. Rund 700 kurdische Protestierende versammelten sich am Kaiserplatz, bevor sie in einem Demonstrationszug durch die Innenstadt zogen. Damit wollten sie auf die anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Krisen in ihrer Heimat aufmerksam machen.

Veranstalter der Aktion war der Kurdische Kulturverein Düren. Die Teilnehmenden trafen sich zunächst am Kaiserplatz und zogen anschließend friedlich durch die Straßen. Die Polizei war mit einem sichtbaren Aufgebot vor Ort, um für Ordnung zu sorgen und die verfassungsmäßigen Rechte zu wahren.

Gegen 20:00 Uhr endete die Demonstration planmäßig am Kaiserplatz. Trotz des weitgehend ruhigen Verlaufs wurden zwei Strafverfahren eingeleitet – eines wegen Beleidigung, ein weiteres wegen versuchter Körperverletzung.

Die Proteste stehen im Kontext der anhaltenden Spannungen in der kurdischen Autonomieregion im Norden des Iraks. Seit 2023 sind die Konflikte zwischen der Regionalregierung Kurdistans (KRG) und der Zentralregierung in Bagdad ungelöst. Streitpunkte sind unter anderem die Verteilung der Öleinnahmen, ausstehende Bundeszahlungen aus dem Staatshaushalt sowie verschobene Wahlen. Zudem belasten türkische Militäroperationen gegen die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) über die Grenze hinweg die Sicherheitslage. Hinzu kommen interne politische Zerwürfnisse, die die Handlungsfähigkeit der Regionalregierung schwächen.

Die Kundgebung in Düren spiegelte die Sorgen der kurdischen Gemeinschaft über die Instabilität in ihrer Heimat wider. Zwar verlief die Veranstaltung größtenteils friedlich, doch zwei Vorfälle führten zu polizeilichen Ermittlungen. Die politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen im irakischen Kurdistan zeigen derweil auch zu Beginn des Jahres 2026 keine Anzeichen einer Entspannung.