27 January 2026, 12:09

230-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg legt Ratingens Innenstadt lahm

Eine alte Postkarte mit einem violetten 'Wiesbaden, Deutschland - 1. Weltkrieg' -Stempel und handgeschriebener Text.

230-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg legt Ratingens Innenstadt lahm

Amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Ratingens Innenstadt entdeckt

Am Montag wurde in der Innenstadt von Ratingen eine 230-Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die Entdeckung löste eine großangelegte Evakuierung aus, die für erhebliche Beeinträchtigungen und vor allem bei älteren Einwohnern – die sich an Kriegszeiten erinnerten – für emotionale Belastungen sorgte.

Die Bombe lag in einem zentralen Bereich, weshalb rund 2.300 Menschen ihre Wohnungen verlassen mussten. Straßen wie der Hauser Ring und Teile der Fußgängerzone wurden gesperrt, was etwa 70 Prozent des Einkaufsviertels betraf. Viele Geschäfte schlossen daraufhin früher als üblich.

Ältere Bewohner aus nahegelegenen Pflegeheimen wurden ins Rathaus gebracht. Einige benötigten während der Wartezeit medizinische Versorgung, andere hatten mit der psychischen Belastung der Situation zu kämpfen. Die Evakuierung dauerte länger als geplant – erst um 21:25 Uhr durften die Anwohner zurückkehren. Die Kampmittelräumdienste arbeiteten bis spät in den Abend, bevor die Bombe erfolgreich entschärft werden konnte. Die Heimbewohner kehrten erst gegen 1:30 Uhr in ihre Zimmer zurück. Um ihnen die Erholung zu erleichtern, wurde das Frühstück am Dienstag erst zum späten Vormittag serviert.

Mit der sicheren Beseitigung der Bombe war zwar die akute Gefahr gebannt, doch die Folgen der Evakuierung blieben spürbar: Ältere Menschen litten unter körperlichen und seelischen Strapazen, während lokale Unternehmen mit unerwarteten Schließungen konfrontiert waren. Nach Abschluss der Räumungsarbeiten öffnete die Innenstadt schrittweise wieder.