Wüsts inszeniertes Insta-Foto mit Influencer löst PR-Debatte aus
Maximilian MaierSPD kritisiert inszeniertes Wüst-Fotoshooting auf Instagram - Wüsts inszeniertes Insta-Foto mit Influencer löst PR-Debatte aus
Ein scheinbar lockeres Fotoshooting zwischen Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst und einem Social-Media-Influencer hat für Kritik gesorgt. Das auf Insta weit verbreitete Bild stellte sich später als inszeniert heraus – obwohl es spontan wirkte.
Der virale Insta-Beitrag zeigte Wüst mit dem Influencer "Fabiano" in einer vermeintlich zufälligen Situation. Regierungsquellen bestätigten jedoch bald, dass das Treffen im Voraus organisiert worden war. Ein Sprecher der Staatskanzlei betonte zudem, dass für die Aufnahmen keine Zahlung geflossen sei.
Fabiano verteidigte den Ministerpräsidenten und nannte ihn "authentisch, spontan und nahbar". Der Influencer ergänzte, dass zwar das Treffen geplant gewesen sei, die eigentliche Begegnung sich aber natürlich und ungestellt angefühlt habe.
Die SPD warf Wüst umgehend vor, die Szene aus PR-Gründen in Szene gesetzt zu haben. Friedrich Cordes, der Landesgeschäftsführer der Partei in Nordrhein-Westfalen, bezeichnete das Ganze als "eine inszenierte PR-Show". Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, ob die bewusste Inszenierung die Öffentlichkeit über die Echtheit des Moments getäuscht hat.
Der Vorfall lenkt den Blick auf die Grenze zwischen geplanter und spontaner politischer Kommunikation in sozialen Medien. Während Wüsts Team betont, die Begegnung sei transparent gewesen, argumentieren Kritiker, sie untergrabe das Vertrauen der Bürger. Bisher gibt es keine weiteren Hinweise darauf, ob der Ministerpräsident oder andere deutsche Politiker ähnliche Strategien in der Vergangenheit anwandten.






