Wuppertal gründet ersten Polizeibeirat Nordrhein-Westfalens für mehr Bürgerbeteiligung
Anna SchmitzWuppertal gründet ersten Polizeibeirat Nordrhein-Westfalens für mehr Bürgerbeteiligung
Erster Polizeibeirat für die Kreispolizeibehörde Wuppertal konstituiert sich
Am 17. März 2026 trat der neu gegründete Polizeibeirat der Kreispolizeibehörde Wuppertal zu seiner ersten Sitzung zusammen. Das Gremium soll die Lücke zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Kommunalpolitik und Polizei schließen. Es bleibt das einzige seiner Art in Nordrhein-Westfalen – in den vergangenen fünf Jahren wurden keine vergleichbaren Initiativen ins Leben gerufen.
Der Beirat setzt sich aus elf Mitgliedern zusammen, die von den Stadträten Wuppertals, Remscheids und Solingens benannt wurden. Bei der konstituierenden Sitzung wählten die Teilnehmer Hans-Hermann Lücke aus Wuppertal zu ihrem Vorsitzenden. Zu den Aufgaben gehört es, Anliegen und Vorschläge der Bevölkerung an die Polizei weiterzuleiten – insbesondere solche von übergeordneter Bedeutung.
Rechtlich verankert: Mitsprache bei grundlegenden Entscheidungen Der Beirat muss bei zentralen Vorhaben konsultiert werden, etwa bei der Einrichtung sozialer Dienste, Infrastrukturprojekten oder Veränderungen an Polizeidienststellen. Zudem berät er die Polizeipräsidentin in kommunalrelevanten Fragen.
Vertrauen stärken, Polizeiarbeit transparent gestalten Über die reine Beratungsfunktion hinaus arbeitet das Gremium daran, das Vertrauen zwischen Bürgerinnen und Bürgern, lokalen Behörden und Polizeibeamtinnen und -beamten zu festigen. Sein Auftrag umfasst auch die Unterstützung von Polizeieinsätzen, bei denen bürgerschaftliches Engagement wertvoll ist.
Die Gründung des Beirats schafft einen institutionalisierten Kanal für öffentliches Feedback zur Polizeiarbeit. Künftig wird er Entscheidungen beeinflussen, die die lokale Sicherheitsarbeit und kommunale Dienstleistungen prägen. Bisher bleibt das Wuppertaler Modell in der Region einzigartig.






