23 February 2026, 16:22

Wittens Hohenstein-Hügel sucht nach neuer Bestimmung ohne Wildschweine

Ein Wildschwein durchquert einen Parkplatz neben einem Wald.

Wittens Hohenstein-Hügel sucht nach neuer Bestimmung ohne Wildschweine

Wittens Hohenstein-Hügel ist seit Juli 2025 ohne Wildschweine. Die Stadt ließ alle acht Tiere in der Anlage vorsorglich keulen, um einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest vorzubeugen. Nun diskutieren Behörden und Parteien über die Zukunft des leerstehenden, zwei Hektar großen Geländes.

Die Wildschweinanlage, eine langjährige Attraktion auf dem Hohenstein, schloss im vergangenen Sommer ihre Tore. Zwar gibt es keine genauen Besucherzahlen, doch für viele Anwohner hatte die Einrichtung einen hohen emotionalen Wert. Über die Jahre ließ die Verwaltung jährlich mindestens zehn Tiere keulen, um die Überpopulation einzudämmen.

Die Stadtverwaltung schlägt vor, das Gelände in eine "experimentelle Forstzone" umzuwandeln. Seltene Baumarten sollen die ehemalige Wildschweinanlage ersetzen – ein Wandel vom Tiergehege zur ökologischen Forschungsfläche.

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Die CDU hingegen plädiert für einen anderen Weg. Die Anlage sei ein "Touristenjuwel" und dürfe nicht ohne Bürgerbeteiligung aufgegeben werden, argumentiert die Partei. Ihr Vorschlag sieht eine Befragung der Bevölkerung vor, um Ideen zu sammeln. Die SPD unterstützt diesen Ansatz und setzt sich für eine breite Einbindung in den Entscheidungsprozess ein.

Die endgültige Entscheidung über die Zukunft des Geheges liegt beim Stadtrat. Der Punkt steht auf der Tagesordnung der Sitzung am 23. Februar 2026.

Für die ehemalige Wildschweinanlage zeichnen sich zwei mögliche Wege ab: ein wissenschaftliches Forstprojekt oder eine Neunutzung, die von Bürgerfeedback geprägt wird. Die anstehende Abstimmung im Rat wird zeigen, welche Richtung eingeschlagen wird. Fest steht bereits: Auf dem zwei Hektar großen Gelände werden künftig keine Wildschweine mehr leben.