24 March 2026, 02:07

Widerstand gegen Willicher Wohnprojekt Moltkedorf wächst mit 1.200 Unterschriften

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer Stadtstraße demonstrierend, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, mit Bäumen und einem Gebäude im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel in Washington, D.C. am 21. Januar 2020.

Widerstand gegen Willicher Wohnprojekt Moltkedorf wächst mit 1.200 Unterschriften

Ein geplantes Wohnbauprojekt in Willich hat bei Anwohnern massiven Widerstand ausgelöst. Das Vorhaben mit dem Namen Moltkedorf soll den dringenden Wohnraumbedarf der Stadt decken, indem auf einem 2,9 Hektar großen Gelände 200 Wohneinheiten entstehen. Doch über 1.200 Bürger haben bereits eine Petition gegen die Pläne unterzeichnet – mit Verweis auf Befürchtungen wegen zunehmenden Verkehrs, des Verlusts von Grünflächen und der Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität.

Das Areal beherbergt derzeit eine Flüchtlingsunterkunft, die bis Ende des Jahres geschlossen werden soll. Ursprünglich war das Gelände jedoch als Freifläche und Erholungsraum ausgewiesen. Anwohner fürchten nun den Verlust der grünen Oasen und eine Überlastung der lokalen Infrastruktur.

Die Stadt plant eine Mischung aus Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften und mehrgeschossigen Wohnblocks in einer hoffartigen Anlage. Der Zugang soll über die Moltkestraße erfolgen, wobei ein einseitig geführtes Ringsystem alle Einheiten verbindet. Rad- und Fußwege sollen zudem die Krusestraße mit An Liffersmühle verbinden. Ein Teil der Grünflächen soll erhalten bleiben, um ein gesundes Wohnumfeld zu fördern.

Die Ablehnung wuchs, als die Dimensionen des Projekts bekannt wurden – darunter viergeschossige Gebäude, die direkt an Kleingärten grenzen. Viele Anwohner sorgen sich um Einsicht in ihre Grundstücke, verschlechterte Luftzirkulation und den Verlust eines Grünstreifens an der Moltkestraße 31–35. Eine gemeinsame Stellungnahme, die bereits über 70 Unterstützer verzeichnet und weiter wächst, betont, dass Grünflächen das Mikroklima verbessern, die Regenwasserversickerung fördern und die Artenvielfalt stärken.

Auf einer Bürgerversammlung im Januar 2026 schlugen Anwohner Alternativen vor, etwa die Reduzierung des Projekts auf 150 Wohneinheiten oder eine Verlegung in ein Gewerbegebiet. Ihre Petition, die am 15. Februar 2026 dem Stadtrat vorgelegt wurde, thematisiert zudem Ängste vor mehr Verkehr, Parkplatzmangel und den ökologischen Folgen einer verdichteten Bebauung. Eine offizielle Reaktion des Rates auf die Einwände steht noch aus.

Mittlerweile unterstützen 1.247 Bürger die Petition (Stand März 2026). Die Stadt steht nun vor der Herausforderung, den dringenden Wohnungsbedarf mit den Bedenken hinsichtlich Infrastruktur, Grünflächenerhalt und Klimafolgenanpassung in Einklang zu bringen. Eine Entscheidung über die Zukunft des Projekts wird nach weiterer Prüfung der Einwände und Alternativvorschläge erwartet.

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