07 March 2026, 18:06

Vincentz bleibt AfD-Chef in NRW – doch die innerparteilichen Gräben wachsen

Ein deutscher Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa, mit Textinformationen zur Partei.

Vincentz wiedergewählt als Vorsitzender von AfD NRW - Vincentz bleibt AfD-Chef in NRW – doch die innerparteilichen Gräben wachsen

Martin Vincentz hat eine weitere Amtszeit als Landesvorsitzender der Alternative für Deutschland (AfD) in Nordrhein-Westfalen gesichert. Mit 54,7 Prozent der Stimmen setzte er sich gegen seinen Herausforderer Fabian Jacobi durch, der 43,4 Prozent erhielt. Das Ergebnis fällt in eine Phase anhaltender innerparteilicher Spannungen vor der Landtagswahl 2027.

Vincentz führt den AfD-Landesverband seit 2022 und gilt als vergleichsweise gemäßigter Vertreter innerhalb der Partei. Seine Wiederwahl folgte auf die Ablehnung eines vorgeschlagenen Doppelspitzenmodells durch die Parteidelegierten. Diese Entscheidung unterstreicht die tiefen Gräben innerhalb des nordrhein-westfälischen AfD-Verbands – insbesondere zwischen Vincentz' Flügel und dem rechtsextremen Lager um Matthias Helferich, der für seine ethnonationalistischen Positionen bekannt ist.

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Aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass die AfD bei der Landtagswahl 2027 etwa 15 Prozent der Stimmen erreichen könnte – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 5,4 Prozent von 2022. Vincentz' Sieg festigt seine Position als möglicher Spitzenkandidat der Partei für diese Wahl. Zwar grenzt er sich von radikalen Kräften ab, doch die internen Machtkämpfe prägen weiterhin die Ausrichtung der AfD.

Die Wiederwahl bestätigt Vincentz' Rolle als zentrale Figur in der Landesführung der AfD. Angesichts steigender Umfragewerte wird seine Führung die Strategie für den Wahlkampf 2027 maßgeblich beeinflussen. Gleichzeitig zeigt das Ergebnis, wie sehr die Spannungen zwischen gemäßigteren und rechtsextremen Strömungen die Partei weiterhin belasten.

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