Streik im ÖPNV: NRW-Eltern kämpfen mit Schulpflicht ohne Alternativen
Anna KrauseStreik im ÖPNV: NRW-Eltern kämpfen mit Schulpflicht ohne Alternativen
Schulen in Nordrhein-Westfalen haben Eltern daran erinnert, dass die Schulpflicht auch während angekündigter Streiks im öffentlichen Nahverkehr besteht. Die Regelung sorgt bei Familien für Besorgnis, die auf Busse und Bahnen angewiesen sind, um ihre Kinder zur Schule zu bringen. Einige Eltern argumentieren, dass Distanzunterricht den Druck mindern würde, wenn Streiks den Verkehr lahmlegen.
Das Bildungsministerium des Landes hat klargestellt, dass Distanzunterricht während Streiks nicht erlaubt ist – selbst nicht für ältere Schülerinnen und Schüler. An der Bielefelder Gesamtschule Rosenhöhe wurde ein Antrag, für die Jahrgangsstufen acht und höher auf Online-Unterricht umzustellen, abgelehnt. Die Behörden bestehen darauf, dass der Präsenzunterricht wie gewohnt fortgesetzt werden muss.
Viele Familien stehen vor praktischen Problemen, wenn es zu Streiks kommt. Manche haben keinen Zugang zu einem Auto, andere sind Alleinerziehende oder arbeiten in Vollzeit. In der Folge müssen Eltern kurzfristig Schichten tauschen oder alternative Transportmöglichkeiten organisieren.
Als Reaktion auf den Streik am Freitag hat der Bielefelder Verkehrsbetrieb MoBiel zugesagt, Schulwege priorisiert zu bedienen. Allerdings gibt es keine offiziellen Zahlen dazu, wie viele andere Bundesländer ähnliche Präsenzregeln bei Verkehrsstörungen durchsetzen.
Die Vorgabe lässt Eltern bei Streiks kaum Spielraum. Wer keinen Transport organisieren kann, muss trotzdem sicherstellen, dass die Kinder zur Schule kommen. Gleichzeitig halten Forderungen nach vorübergehendem Distanzunterricht während Streiks an – trotz der Weigerung des Ministeriums, dies zuzulassen.






