27 April 2026, 14:12

Stefan Raabs RTL-Comeback bringt Quotenflaute und finanzielle Belastungen

Großer Raum mit mehreren wandmontierten Fernsehern, die ein Sportwetten-System anzeigen, Glasfenster, Deckenbeleuchtung und andere Gegenstände.

Stefan Raabs RTL-Comeback bringt Quotenflaute und finanzielle Belastungen

Stefan Raabs Rückkehr zu RTL hat für den Sender gemischte Ergebnisse gebracht. Zwar sorgten seine Formate zunächst für einen Schub bei den Abonnements des Streamingdienstes RTL+, doch sinkende Einschaltquoten und finanzielle Belastungen haben seitdem für Spannungen gesorgt. Die Zusammenarbeit, die noch fast drei Jahre Vertragslaufzeit hat, stellt das Unternehmen vor interne Herausforderungen und zwingt zu Sparmaßnahmen.

Raabs Comeback begann mit "Hier gewinnst du keine Million", einer Hybrid-Show, mit der RTL das Wachstum von RTL+ vorantreiben wollte. Die Sendung lockte zunächst neue Abonnenten an, doch die Resonanz ließ schnell nach. Besonders bei jüngeren Zuschauern blieben die Quoten hinter den Erwartungen zurück. Bereits im Mai setzte RTL der Show ein Ende und räumte ein, dass sich das Format nur schwer vermarkten ließ.

Auch seine zweite Sendung, "Die Stefan Raab Show", konnte nicht an die Erfolge seiner früheren Formate anknüpfen. Die Quoten fielen, was RTL mit schwächeren Werbeeinnahmen als erwartet zurückließ. Inga Leschek, Programmdirektorin von RTL Deutschland, hatte prophezeit, Raabs Rückkehr werde RTL+ als Zukunftsstrategie des Unternehmens stärken. Stattdessen hat die finanzielle Belastung laut Angaben des YouTubers Klengan zu Entlassungen und nicht verlängerten Verträgen geführt.

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Hinter den Kulissen ist die Stimmung bei RTL angespannt. Ein Mitarbeiter beschrieb die Atmosphäre als aufgeheizt – die Belegschaft stehe unter Druck, die Kosten zu senken, obwohl Raabs Produktionen mit hohen Ausgaben verbunden sind. RTL hatte seiner Produktionsfirma ein Mindestvolumen von 90 Millionen Euro für die Produktionskosten zugesichert – eine Verpflichtung, die den Sender nun stark belastet.

Mit fast drei Jahren Restlaufzeit von Raabs Vertrag muss RTL sowohl finanzielle als auch kreative Herausforderungen meistern. Der Vorstoß in den Streaming-Bereich mit RTL+ hat bisher nicht die erhofften Erträge gebracht. Gleichzeitig prägt der Druck, hohe Produktionskosten mit sinkenden Werbeeinnahmen in Einklang zu bringen, weiterhin die Entscheidungen des Unternehmens.

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