08 March 2026, 22:07

Spritpreise über 2 Euro: Warum Deutsche jetzt im Ausland tanken – und was der Zoll dagegen tut

Ein Mann steht auf einem Metallgeländer neben einer Gruppe von Menschen in orangefarbenen Jacken und Mützen, mit Containern und einer Wand im Hintergrund am Hafen von Los Angeles.

Spritpreise über 2 Euro: Warum Deutsche jetzt im Ausland tanken – und was der Zoll dagegen tut

Spritpreise in Deutschland erreichen neuen Höchststand – Grenzkontrollen werden verschärft

Die Spritpreise in Deutschland haben einen neuen Rekord erreicht und liegen bundesweit erstmals über 2 Euro pro Liter. Angesichts der steigenden Kosten suchen immer mehr Autofahrer im Ausland nach günstigeren Alternativen – doch die Behörden verschärfen die Kontrollen an den Grenzen, um Missbrauch zu verhindern.

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Der starke Anstieg der Spritpreise in Deutschland treibt viele Kraftfahrer dazu, in Nachbarländern zu tanken, wo der Kraftstoff deutlich billiger ist. In Eupen, Belgien, kostete Superbenzin am 8. März 2026 beispielsweise 1,64 Euro pro Liter, Diesel lag bei 1,79 Euro – deutlich unter den 2,12 Euro, die in Aachen für Diesel fällig werden. Ähnliche Preisdifferenzen gibt es in Luxemburg, Österreich, Polen und Tschechien.

Um illegale Spritimporte einzudämmen, hat der deutsche Zoll die Kontrollen an den Grenzübergängen zu Polen und Tschechien verstärkt. Besonders im Fokus stehen Regionen wie Brandenburg, Sachsen und Bayern, wo der sogenannte "Sprit-Tourismus" am weitesten verbreitet ist. Zwar dürfen Privatfahrer legal kleine Mengen Kraftstoff aus anderen EU-Ländern für den Eigenbedarf mitbringen, doch gelten strenge Obergrenzen.

Ohne Zollabgaben zu entrichten, dürfen Autofahrer bei der Rückkehr aus einem anderen EU-Staat bis zu 20 Liter in Reservekanistern zusätzlich zum vollen Tank mitführen. Allerdings variieren die Regelungen je nach Reiseland: Die Schweiz erlaubt 20 Liter, die Niederlande und Dänemark hingegen nur 10. Der ADAC rät aus Sicherheitsgründen zudem davon ab, mehr als 10 Liter in Kanistern zu transportieren. Wer die Grenzwerte überschreitet oder billigen ausländischen Sprit weiterverkauft, muss mit hohen Strafen rechnen.

Zollbeamte achten nun besonders auf Fahrer, die zusätzliche Kraftstoffmengen befördern, vor allem in Kanistern. Zwar werden 20 Liter in der Regel toleriert, doch größere Mengen bergen das Risiko von Sanktionen.

Die deutlichen Preisunterschiede zwischen deutschem und ausländischem Sprit befeuern weiterhin das grenzüberschreitende Tankgeschäft. Doch mit schärferen Kontrollen und klaren Vorgaben, wie viel Kraftstoff mitgeführt werden darf, müssen Fahrer nun abwägen, ob sich die Ersparnis angesichts möglicher Strafen überhaupt lohnt. Die Behörden bleiben konsequent bei der Durchsetzung der Regeln, um Missbrauch zu unterbinden.

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