Solinger Notfallseelsorge kämpft um finanzielle Stabilität trotz wachsender Nachfrage
Anna KrauseSolinger Notfallseelsorge kämpft um finanzielle Stabilität trotz wachsender Nachfrage
Seit über 30 Jahren bietet die Notfallseelsorge in Solingen "Erste Hilfe für die Seele" in Krisensituationen
Das Team, bestehend aus rund 50 evangelischen Pfarrer:innen sowie ehrenamtlichen Helfer:innen aus evangelischen und katholischen Gemeinden, steht Menschen in Not unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit zur Seite. Kürzlich lobte Feuerwehrchef Sebastian Wagner den schnellen Einsatz der Seelsorger:innen bei Großschadenslagen.
Der Dienst wurde 1999 ins Leben gerufen und wird seitdem von der Evangelischen Kirche in Solingen koordiniert, unterstützt von der katholischen Kirche. Die Ausbildung einer einzelnen Notfallseelsorger:in kostet etwa 3.000 Euro – inklusive Ausstattung, Einsatzkoordination und Nachsorge.
2025 erzielte der Förderverein durch öffentliche Veranstaltungen, Spenden und eine gerichtlich verhängte Geldauflage Einnahmen von über 53.000 Euro. Die Ausgaben beliefen sich jedoch auf knapp 71.000 Euro; die Differenz wurde durch Rücklagen gedeckt, die größtenteils in die Schulung neuer Ehrenamtlicher flossen.
In diesem Jahr konzentriert sich der Vorstand auf zwei zentrale Ziele: die Gewinnung weiterer Unternehmenssponsoren und den Ausbau des Kreises fördernder Mitglieder. Erster Vorsitzender Kunze betonte, wie wichtig Geduld und Beharrlichkeit für die Weiterentwicklung des Dienstes seien.
Die Notfallseelsorge bleibt eine unverzichtbare Stütze in Solingen und bietet in akuten Krisen emotionale und spirituelle Begleitung. Angesichts anhaltender Finanzierungsherausforderungen hängt ihre Arbeit von gemeindlicher Unterstützung und einer sorgfältigen Haushaltsplanung ab, um Betrieb und Ausbildung langfristig zu sichern.






