23 March 2026, 04:06

Solarstrom für 1 Cent: Lohnt sich Photovoltaik noch ohne Förderung?

Luftaufnahme eines Solarparks mit Solarpanelen auf einem Feld, umgeben von Bäumen, Gras, Pflanzen und Wasser, mit einem Zug auf einer nahen Bahnstrecke.

Solarstrom für 1 Cent: Lohnt sich Photovoltaik noch ohne Förderung?

Solarstrom ist in Deutschland längst deutlich günstiger als Kohle – die Produktionskosten liegen mittlerweile bei nur noch 1 Cent pro Kilowattstunde. Dieser Wandel hat dazu geführt, dass die Sonne heute rund 22 Prozent des erneuerbaren Stroms im Land liefert. Doch während die Kosten sinken und die Effizienz steigt, wirft der geplante Subventionsabbau der Bundesregierung für private Solaranlagen Fragen nach der Zukunft der Investitionen auf.

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Die Kosten für Solarenergie sind in den letzten Jahren stark gefallen. Mit 1 Cent pro Kilowattstunde ist sie nun um drei Viertel günstiger als Kohle. Günstigere Modulpreise, sinkende Großhandelspreise für Strom und ideale Standortbedingungen – etwa südausgerichtete Dachflächen – machen Solarstrom immer attraktiver. Doch die Entscheidung der Bundesregierung, die Förderung für private Photovoltaik(PV)-Anlagen schrittweise zu streichen, verunsichert viele Hausbesitzer: Lohnt sich die Installation überhaupt noch?

Um diese Bedenken zu adressieren, veranstaltet die Bürger-Solarberatung Lünen am Donnerstag, den 26. Februar 2026, eine öffentliche Diskussionsrunde. Unter dem Titel "Lohnt sich Photovoltaik noch?" findet die Veranstaltung von 18:00 bis 20:00 Uhr im Mitmach.Raum (Marktstraße 2a) statt. Expertinnen und Experten der Initiative erläutern aktuelle finanzielle und technische Aspekte von Solaranlagen. Teilnehmende können zudem individuelle Fragen zu ihren eigenen Projekten stellen.

Die Debatte kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Zwar deckt Solarstrom bereits fast ein Viertel des erneuerbaren Stroms in Deutschland, doch der Wegfall der Subventionen könnte das weitere Wachstum bremsen. Durch den Ausbau von Wind- und Solarenergie werden die Großhandelspreise für Strom bis 2030 voraussichtlich um bis zu 23 Prozent fallen. Ohne finanzielle Anreize könnten sich jedoch weniger Haushalte für eine Installation entscheiden – selbst wenn die Rahmenbedingungen ideal sind.

Ziel der Veranstaltung ist es, zu klären, ob sich Solarstrom trotz der politischen Änderungen weiterhin rechnet. Bei Rekordtiefstständen bei den Kosten und hoher Effizienz hängt die Entscheidung nun von der Abwägung zwischen langfristigen Einsparungen und den anfänglichen Ausgaben ab. Hausbesitzer in Lünen und darüber hinaus erhalten so klarere Orientierung, wie sie sich in der sich wandelnden Energielandschaft positionieren können.

Quelle