22 March 2026, 22:06

Sechs Pioniere kämpfen um den Innovationspreis für CO₂-Nutzung 2026

Eine Liniengraphik, die die Trends des US-Energieverbrauchs für Erdgas, Kohle, Kernenergie und Biomasse zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Sechs Pioniere kämpfen um den Innovationspreis für CO₂-Nutzung 2026

Sechs Unternehmen konkurrieren um den Innovationspreis "Beste CO₂-Nutzung 2026"

Auf der diesjährigen CO₂-Based Fuels and Chemicals Conference stellen sich sechs Unternehmen der Konkurrenz um den Innovationspreis "Beste CO₂-Nutzung 2026". Die Veranstaltung, die am 28. und 29. April in Köln sowie online stattfindet, präsentiert Technologien, die Kohlendioxid in wertvolle Rohstoffe verwandeln. Jeder der Nominierten wird seine Lösung einer Fachjury aus Branchenexperten vorstellen.

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Das Konferenzprogramm beleuchtet zudem, wie die Abscheidung und Nutzung von CO₂ (Carbon Capture and Utilisation, CCU) den Sprung von der Forschung in die großindustrielle Anwendung schaffen kann. Die Teilnehmer erwarten Innovationen – von nachhaltigen Flugkraftstoffen bis hin zu chemischen Produktionsverfahren –, die durch CO₂-Recycling die Emissionen senken sollen.

Zu den Nominierten gehören:

ICODOS (Deutschland) bietet ein kostengünstiges Verfahren zur Herstellung von E-Methanol, das CO₂-Abscheidung mit Methanolsynthese kombiniert. Der integrierte Ansatz zielt auf industrielle Anwendungen ab, in denen günstige und nachhaltige Kraftstoffe gefragt sind.

RAPCO2 (Italien) hat sich auf die direkte Luftabscheidung (Direct Air Capture, DAC) in Innenräumen spezialisiert – etwa mit den Systemen BlueLeaf und eJungle. Diese Geräte wandeln abgetrenntes CO₂ in Acetat um, das anschließend zu Isopropanol verarbeitet wird, einem alternativen Brennstoff für verschiedene Branchen.

CYNio (Deutschland) konzentriert sich auf Spezialchemikalien und nutzt CO₂ zur Herstellung von Isocyanaten für Klebstoffe, Beschichtungen und Pharmazeutika. Das Verfahren ersetzt erdölbasierte Inhaltsstoffe durch nachhaltige Alternativen und verringert so den CO₂-Fußabdruck alltäglicher Produkte.

Das kanadische Unternehmen CERT Systems präsentiert seine Air-to-Chemicals-Technologie, mit der atmosphärisches CO₂ in nachhaltigen Flugkraftstoff und Ethylen umgewandelt wird. Diese Innovation könnte dazu beitragen, die Luftfahrt und die Kunststoffproduktion zu dekabonisieren.

Aerleum (Frankreich) hat mit Direct Carbon Utilisation ein Verfahren entwickelt, das CO₂ in hochwertiges E-Methanol umwandelt. Die Lösung richtet sich an die Luftfahrt- und Schifffahrtsbranche, wo dringend kohlenstoffarme Kraftstoffe benötigt werden.

Schließlich stellt OCOchem (USA) seinen Carbon FluX Electrolyzer 400 vor, der CO₂ und Wasser in Ameisensäure oder Kaliumformiat verwandelt. Diese Chemikalien dienen als grüne Grundstoffe für Branchen wie Landwirtschaft und Energiespeicherung.

Der Preis würdigt Technologien, die CO₂ nicht als Abfallstoff, sondern als Rohstoff nutzen. Jeder Finalist wird auf der zweitägigen Konferenz demonstrieren, wie sich seine Lösung für den industriellen Einsatz maßstabsgerecht umsetzen lässt.

Die Siegertechnologie wird nach Kriterien wie Innovationsgrad, Skalierbarkeit und potenziellem Beitrag zur Emissionsreduktion ausgewählt. Ziel der Konferenz ist es, den Übergang von Laborprojekten zur vollindustriellen Anwendung zu beschleunigen.

Vertreter der Unternehmen präsentieren ihre Arbeiten einem Fachpublikum; die Bekanntgabe des Gewinners erfolgt in der Abschlussveranstaltung. Der Preis unterstreicht das wachsende Interesse der Industrie, CO₂ von einem Schadstoff in eine wertvolle Ressource zu verwandeln.

Quelle