06 March 2026, 06:07

S11-Sperrung ab 2030: 18 Monate ohne Züge zwischen Köln und Bergisch Gladbach

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Bahnschiene mit Gebäuden im Hintergrund, Text auf der rechten Seite lesbar "Merkelbach & Co. Amsterdam", und verstreute hölzerne Gegenstände im Vordergrund.

S11-Sperrung ab 2030: 18 Monate ohne Züge zwischen Köln und Bergisch Gladbach

Fahrgäste der S11 müssen sich ab Ende 2030 auf massive Einschränkungen einstellen. Ab dem vierten Quartal 2030 wird der Betrieb auf der Strecke für bis zu eineinhalb Jahre komplett eingestellt, während zwischen Bergisch Gladbach und Köln-Dellbrück ein zweites Gleis für die Deutsche Bahn gebaut wird. Das lange geplante Vorhaben soll die Zuverlässigkeit und Kapazität auf der stark frequentierten Verbindung verbessern.

Die Sperrung der S-Bahn beginnt im letzten Quartal 2030. Erst im ersten Quartal 2032 werden wieder Züge fahren – 18 Monate lang müssen Pendler ohne direkte Schienenanbindung auskommen. Die Deutsche Bahn hat bestätigt, dass Ersatzbusse (Schienenersatzverkehr, SEV) auf der betroffenen Strecke verkehren werden. Zudem sollen zusätzliche Regionalzüge auf benachbarten Linien wie der Voreifelbahn die Ausfälle abfedern.

Auch der Bahnhof Bergisch Gladbach wird in dieser Zeit modernisiert. Geplant sind neue Bahnsteige, die nach Abschluss der Arbeiten einen dichteren 10-Minuten-Takt ermöglichen sollen. Bürgermeisterstellvertreter Ragnar Migenda skizzierte kürzlich den Zeitplan und betonte die Bedeutung des Projekts – nach 15 Jahren Verzögerung.

Um die Folgen abzumildern, erhöht die Deutsche Bahn das Angebot im Fernverkehr und arbeitet mit lokalen Verkehrsverbünden zusammen, um Carsharing-Angebote auszuweiten. Dennoch wird die Sperrung für Berufspendler erhebliche Herausforderungen mit sich bringen.

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Das zweite Gleis war bereits seit 2008 angekündigt worden; 2030 sollen die Bauarbeiten endlich beginnen. Nach Fertigstellung dürften sich Verspätungen verringern und die Zugfrequenz steigen. Bis dahin bleiben Fahrgästen nur Busse und Umleitungsstrecken als Alternativen.

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