11 May 2026, 06:08

RWE baut zwei riesige Solarparks auf ehemaligem Tagebau-Gelände in NRW

Luftaufnahme eines großen Gebäudes mit Solarmodulen auf dem Dach, umgeben von Fahrzeugen, Bäumen, Gras und Masten, mit Hügeln und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

RWE baut zwei riesige Solarparks auf ehemaligem Tagebau-Gelände in NRW

RWE hat Pläne für den Bau zweier neuer Solarparks in Nordrhein-Westfalen bekannt gegeben, die eine Gesamtleistung von 86,5 Megawatt liefern sollen. Die Anlagen entstehen auf rekultiviertem Gelände in der Nähe der Autobahn A44n, zwischen Bedburg und Jüchen. Wie das Unternehmen mitteilte, werden die Standorte bestehende Netzanschlüsse des ehemaligen Tagebaus Garzweiler nutzen.

Die Solaranlagen sollen östlich und westlich der A44n errichtet werden, auf Flächen des früheren Braunkohletagebaus Garzweiler. RWE strebt an, beide Projekte noch bis Ende des Jahres fertigzustellen. Lars Kulik, Vorstandsmitglied von RWE Power, betonte, dass die Anlagen an die bereits vorhandene Netzinfrastruktur des Tagebaus angebunden werden, was die Umsetzung beschleunige.

RWE betreibt in der Region bereits sieben Solarparks, von denen vier über Batteriespeicher verfügen. Zudem hat das Unternehmen in einer lokalen Demonstrationsanlage Agrar-Photovoltaik erprobt – ein System, das Landwirtschaft und Solarstromerzeugung kombiniert. Katja Wünschel, CEO von RWE Renewables Europe & Australia, wies darauf hin, dass Projekte in Autobahnnähe oft weniger Genehmigungsverzögerungen erfahren und auf größere öffentliche Akzeptanz stoßen.

Die neuen Solarparks sind Teil von RWEs ehrgeizigem Ziel, in der Region mindestens 500 Megawatt zusätzliche Solar- und Windkraftkapazitäten aufzubauen. Dieser Ausbau erfolgt vor dem Hintergrund der fortlaufenden Energiewende in Deutschland, die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2023 vorangetrieben wird. Allerdings hat eine aktuelle Rechtsauskunft klargestellt, dass Netzbetreiber nicht verpflichtet sind, Kunden über den im EEG vorgesehenen Voll-Einspeisebonus für Solarstrom zu informieren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Sobald die beiden Solarparks in Betrieb gehen, werden sie 86,5 Megawatt ins regionale Stromnetz einspeisen. Ihre Lage auf rekultiviertem Bergbaugelände und die Nutzung bestehender Infrastruktur könnten den Bau beschleunigen. Die Projekte markieren einen weiteren Schritt in RWEs Ausbau der erneuerbaren Energien im rheinischen Braunkohlerevier.

Quelle