Rettungsdienste in NRW kämpfen mit Personalmangel und langen Wartezeiten
Anna SchmitzRettungsdienste in NRW kämpfen mit Personalmangel und langen Wartezeiten
Rettungsdienste in Nordrhein-Westfalen stehen vor wachsenden Herausforderungen. Durch Personalmangel verlängern sich die Wartezeiten auf Rettungswagen, und kleinere Gemeinden kämpfen damit, neues Fachpersonal auszubilden. Die Freien Wähler haben nun Forderungen vorgelegt, um diese Probleme zu lösen.
Das geltende Rettungsdienstgesetz überträgt den Kommunen die Verantwortung für eine ausreichende Personalausstattung. Doch viele kleinere Gemeinden verfügen weder über die finanziellen Mittel noch über die logistischen Möglichkeiten, um eigenständig Ausbildungen durchzuführen. Häufig finden diese in größeren Städten statt – wo die Absolventen dann von klammenden Kleinstädten abgeworben werden.
Die Freien Wähler drängen auf mehrere Reformen: Sie fordern die flächendeckende Einrichtung von Berufsfachschulen für Rettungskräfte in der gesamten Region. Zudem verlangen sie Landeszuschüsse, um die Ausbildungsvergütung der angehenden Fachkräfte zu sichern. Darüber hinaus pochen sie auf gesetzlich verbindliche Höchstzeiten für den Eintreffzeitraum von Ersthelfern – bisher gibt es hierfür keine landesweiten Vorgaben.
Ein weiteres Problem ist der anstehende Renteneintritt vieler Rettungskräfte. Ohne Gegenmaßnahmen wird sich die Personalknappheit weiter verschärfen. Der Verband fordert daher eine vollständige Kostenübernahme für schulische Ausbildungsgänge durch die zuständigen Träger.
Ohne Eingreifen könnten sich die Einsatzzeiten von Rettungswagen weiter verschlechtern, da der Personalmangel zunimmt. Die vorgeschlagenen Maßnahmen zielen darauf ab, den Zugang zu Ausbildungsplätzen zu verbessern, die Finanzierung zu sichern und klare Standards für Einsatzzeiten festzulegen. So soll gewährleistet werden, dass die Rettungsdienste in ganz Nordrhein-Westfalen auch künftig zuverlässig funktionieren.
