22 February 2026, 20:09

Regierungsflüge unter Merz: 488 Passagierflüge und 700 Leerflüge sorgen für Debatte

Eine Gruppe von Menschen sitzt auf dem Boden eines Flughafens und hält ein Banner in der Hand, auf dem "Berlin aufgrund der Klimakrise gestrichen" steht, umgeben von verstreuten Taschen, Flaschen und anderen Gegenständen, sowie Rolltreppen, Texttafeln und Deckenleuchten im Hintergrund.

Regierungsflüge unter Merz: 488 Passagierflüge und 700 Leerflüge sorgen für Debatte

Die deutsche Bundesregierung steht seit dem Amtsantritt von Bundeskanzler Friedrich Merz im Mai 2025 in der Kritik wegen ihrer Nutzung von Regierungsflügen. Neue Zahlen zeigen, dass bis Ende des Jahres 488 Passagierflüge für Minister und den Bundespräsidenten durchgeführt wurden – zusätzlich zu 700 sogenannten "Leerflügen" für Schulungszwecke und Logistik. Der Linken-Politiker Dietmar Bartsch stellt nun infrage, ob ein solch umfangreicher Flugbetrieb gerechtfertigt ist.

Zwischen Mai und Dezember 2025 verzeichnete der Lufttransportdienst der Bundeswehr 488 Flüge mit Kabinettsmitgliedern oder dem Bundespräsidenten an Bord. Das Bundeskanzleramt führte die Liste mit 106 Flügen an, gefolgt vom Auswärtigen Amt mit 96 und dem Amt des Bundespräsidenten mit 66 Flügen. Das Landwirtschaftsministerium nutzte den Service hingegen nur zweimal.

Neben den Passagierflügen führte die Einheit 700 "Positionierungsflüge" durch – Flüge ohne offizielle Passagiere, die für Trainingszwecke oder zur Umpositionierung von Maschinen dienten. Bartsch bezeichnete die hohe Zahl an Leerflügen als besonders schwer vermittelbar, angesichts des fast 1:1-Verhältnisses zu den tatsächlichen Passagierflügen.

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Der Abgeordnete kritisierte zudem den Standort der Lufttransporteinheit in Köln als "teuren strukturellen Fehler", da Berlin als Bundeshauptstadt diene. Er schlug vor, einen Teil der Regierungsflüge durch Linienflüge oder Bahnreisen zu ersetzen, um Kosten zu sparen.

Die Zahlen verdeutlichen das Ausmaß der Flugaktivitäten der Regierung unter der neuen Führung. Mit 488 Passagierflügen und 700 Leerflügen gerät die Effizienz des Systems zunehmend in die Kritik. Bartschs Vorschläge setzen die Verantwortlichen nun unter Druck, die Nutzung steuerfinanzierter Transportmittel zu überdenken.