07 May 2026, 20:11

Refrather Straßenprojekte stocken wegen Personalmangel und Klagen vor Gericht

Gebäude mit wenigen Menschen, die Fahrräder auf der Straße fahren.

Refrather Straßenprojekte stocken wegen Personalmangel und Klagen vor Gericht

Ausschuss für Mobilität und Verkehr tagt zu Straßenprojekten in Refrath – Personalmangel und Klagen bremsen Vorhaben aus

Der Ausschuss für Mobilität und Verkehr ist kürzlich zusammengetreten, um mehrere Straßenprojekte in Refrath zu beraten. Beschlüsse wurden zu Radwegen, Verkehrsführungen und langfristigen Instandhaltungsplänen gefasst. Doch Personalengpässe und rechtliche Rückschläge verzögern einige zentrale Vorhaben.

Zunächst billigte der Ausschuss das Maßnahmenprogramm 2026–2028, wobei jedoch nur der Teil für 2026 endgültig beschlossen wurde. Zudem wurden die anhaltenden Personalprobleme thematisiert: Aktuell ist lediglich eine einzige Mitarbeiterin für die statische Verkehrssteuerung zuständig.

Ein schwerer Rückschlag ergab sich durch eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln, das den Bau eines Radwegs an der Hasenweg stoppte. Das Gericht begründete sein Urteil mit unzureichenden Verkehrsuntersuchungen, woraufhin der stellvertretende Bürgermeister Ragnar Migenda die Niederlage eingestehen musste. Er bestätigte, dass die Stadt das Urteil nun prüfen werde, bevor es weitergehe.

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Für die Paffrather Straße müssen die Planer ihre Entwürfe überarbeiten, um beidseitig geschützte Radspuren einzubeziehen. Gleichzeitig sprach sich der Ausschuss für Variante 1 der Buchholzstraße aus, die weitgehend die bestehende Verkehrsführung belässt. Ein kleiner Änderungsantrag von SPD und Grünen zu den Radverkehrsregelungen wurde ebenfalls angenommen.

Die CDU schlug vor, die Straße ‚Auf der Kaule‘ zu verbreitern und die Einbahnregelung aufzuheben, um die Zufahrt für Lkw zu verbessern. Migenda warnte jedoch, dass Personalmangel solche Anpassungen verzögern werde. Ein weiterer, von SPD und Grünen eingebrachter Antrag korrigierte den Verwaltungsentwurf für den Lerbacher Weg mit Fokus auf Radverkehrsverbesserungen.

Die Sanierung der Leverkuser Straße ist für 2027 vorgesehen, wobei RheinNetz im ersten Halbjahr eine Wassertransportleitung ersetzen soll.

Die Beschlüsse des Ausschusses werden die Verkehrs- und Radinfrastruktur der kommenden Jahre prägen. Doch durch Personalmangel und juristische Hürden werden einige Projekte länger dauern als geplant. Während die Arbeiten an der Leverkuser Straße 2027 wie vorgesehen beginnen sollen, stehen andere Vorhaben vor weiteren Prüfungen.

Quelle