Prozess um mutmaßlichen Treppensturz an Duisburger U-Bahn-Station: War es Mordversuch oder Unfall?
Mila WalterProzess um mutmaßlichen Treppensturz an Duisburger U-Bahn-Station: War es Mordversuch oder Unfall?
Ein 25-jähriger Mann aus Duisburg muss sich wegen versuchten Totschlags vor Gericht verantworten, nachdem er einem schwer betrunkenen 29-Jährigen angeblich im Februar 2022 an einer U-Bahn-Station einen Stoß die Treppe hinab versetzt haben soll. Der Vorfall ereignete sich am Harry-Epstein-Platz und hinterließ bei dem Opfer schwere, lebensbedrohliche Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, das Opfer vorsätzlich gestoßen zu haben, wodurch dieser mehrere Meter in die Tiefe stürzte. Anfangs war die Behörde von einem Unfall ausgegangen. Später gab das Opfer jedoch an, geschubst worden zu sein, und die Ermittler sicherten Videoaufnahmen der Auseinandersetzung. Der 29-Jährige erlitt durch den Sturz schwerste Verletzungen, darunter ein Koma. Seit Februar 2023 liegen keine aktuellen Angaben zu seinem Gesundheitszustand vor. Bei einer Verurteilung wegen versuchten Totschlags droht dem Angeklagten eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren. Im Mittelpunkt des Prozesses steht die Frage, ob der Sturz absichtlich herbeigeführt oder ein Unfall war. Die Entscheidung hängt von den vorgelegten Beweisen ab, darunter Zeugenaussagen und das gesicherte Videomaterial. Eine Verurteilung hätte für den Beschuldigten eine lange Gefängnisstrafe zur Folge.






